TSV Sulzfeld - Würzburger Kickers II (morgen, 16 Uhr).

Landkreis KT — Da
beißt die Maus kein‘ Faden ab, denn im Maustal haben sie diesen zuletzt verloren. In den vergangenen sieben Spielen gelang Sulzfeld (13./18) nur ein Sieg - zu Hause gegen Viktoria Kahl. Zwei weitere Unentschieden brachten zumindest geringe Ausbeute auf das Konto, doch vier Niederlagen sorgten ebenso für lange Gesichter und leere Hände. So war es auch, als die Sulzfelder am letzten Sonntag enttäuscht aus Keilberg zurückkehrten. Mit 0:2 unterlagen sie dort dem bis dato Vorletzten der Tabelle.

Somit rutschte das Team von Trainer Andreas Süßmeier bis an den Rand des unteren Mittelfelds zurück und steht selbst nur drei Punkte von der Gefahrenzone entfernt, die mit dem Relegationsplatz beginnt. Am Samstag gastieren die Würzburger Kickers II (8./24) im Maustal - ein angesichts des großen Gesamtkaders von erster und zweiter Mannschaft hoch eingeschätzter Aufsteiger, der die in ihn gesetzten Erwartungen aber noch nicht ganz erfüllen konnte. "Ich schätze, dass es bei ihnen nicht so geregelt ist, dass es eine Trennung zwischen dem Kader der ersten und zweiten Mannschaft gibt", erklärt sich Süßmeier die wechselhaften Ergebnisse der Gäste unter anderem mit dem rotierenden Personal. Denn vor ihren aktuell drei Siegen in Folge mussten die von Roman Ginel trainierten Rothosen auch schon fünf Spiele lang auf einen Dreier warten.

Zu ihrem Aufgebot zählen zahlreiche höherklassig erfahrene Spieler, die derzeit in der Regionalliga nicht oder nur sporadisch zum Einsatz kommen. Die Ansetzung am Samstag spielt daher mehr den Gastgebern in die Karten, denn diesmal können die Gäste nicht aus ihrer ersten Mannschaft nachlegen, die zwei Stunden zuvor in Bamberg beginnt. Geballte Sturmkraft erwartet die Sulzfelder dennoch. Herausragend bei den Rothosen ist Sergej Zimin, der seit dieser Saison nur noch für die Reserve anführt.

Der 32-Jährige erzielte in der laufenden Runde bereits 20 Tore. Auch beim 5:2 gegen Mönchberg trug er sich drei Mal in die Statistik ein. Taucht Zimin nicht auf, sorgt der vom Landesligisten Sand verpflichtete und ebenso schon elf Mal als Torschütze ausgezeichnete Igor Mikic für Gefahr. "Aufgrund der individuellen Klasse ihrer Einzelspieler könnten sie in der Tabelle weiter vorne stehen", glaubt Süßmeier, stellt aber stattdessen fest: "Sie erzielten sehr gute Ergebnisse, mussten aber auch schon einige Federn lassen." Als Favoritenschreck bestätigte sich Sulzfeld zuletzt zu Hause beim 3:1 gegen Kahl. Auch gegen Schollbrunn oder bei Aschaffenburg II erzielten die Maustaler achtbare Resultate.

"In diesen Spielen stimmte unsere Einstellung. Es liegt aber nicht daran, dass wir uns gegen stärkere Gegner besser motivieren können", so Süßmeier. Die Lage vor der Begegnung mit der vor den anderen genannten Spielen vergleichbar: "Es war jedes Mal höchste Zeit zu punkten."

FG Marktbreit-Martinsheim - SpVgg Hösbach-Bahnhof (Sonntag, 15 Uhr).
Alles andere als zufrieden war Spielertrainer Tobias Jäger mit dem Auftreten seiner Auswahl beim 1:2 in Karlstadt. Dadurch gab Marktbreit-Martinsheim (9./22) einen weiteren Beweis seiner derzeit schwankenden Leistungen ab. Während sie auswärts drei Mal in Folge verloren, gewannen sie ihre vorherigen beiden Heimspiele.

Besteht diese Reihe auch gegen Hösbach-Bahnhof (6./26), wäre das zumindest als ein Erfolg zu werten. Denn der Vorjahreszweite, der anfangs aufgrund von gehäuft aufgetretenen Verletzungen nur schwer in die Saison fand, ist mit der Rückkehr seiner fehlenden Stammspieler wieder zu Bärenkräften gelangt und gewann fünf der letzten sieben Spiele deutlich.

5:0 gegen Uettingen, 6:0 in Karlstadt, 4:1 in Elsenfeld und 4:0 gegen Margetshöchheim - insgesamt 19:1 Tore in vier fast aufeinander folgenden Partien, einer größeren Warnung bedarf es nicht, dass gegen die von Günter Maier trainierten Gäste eine konzentrierte Leistung vonnöten ist, um sich nicht in die Reihe dieser genannten Untergänge einzugliedern. Vom 2:1 im letzten Jahr sollten die Gastgeber noch wissen, worauf es gegen die Bahnhöfer ankommt.