Tief im Tabellenkeller der Bezirksliga West steckt aktuell die FG Marktbreit-Martinsheim. Magere neun Zähler ergatterte die Truppe um den neuen Spielertrainer Daniel Mache in den bisherigen 14 Partien und ist damit als Vorletzter vor der Winterpause drauf und dran, den Anschluss zu verlieren. Doch noch hat Mache Hoffnung auf den Klassenerhalt und macht diese vor allem an den kommenden Spielansetzungen fest.

Bereits im Vorjahr hatte die FG Marktbreit-Martinsheim schwer um den Ligaverbleib zu kämpfen. Immer wieder taumelte die Elf von Tobias Jäger, den es im Sommer nach sechs Jahren nach Kleinrinderfeld zog, am Abgrund, bewahrte sich aber letztlich souverän vor dem Gang in die Kreisliga. Den traten stattdessen die Landkreisrivalen aus Kitzingen und Schwarzach an. Beide handelten sich früh einen zu großen Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze ein. Ein Schicksal, das in dieser Spielzeit nun auch der Fußballgemeinschaft blühen könnte.

Denn die Mannschaft von Daniel Mache hat nach 14 absolvierten Spielen schon acht Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Aber nicht nur das. Auch die anderen Zahlen sind alarmierend. Erst neun eigene Treffer durften die Blau-Weißen bejubeln. In zehn Spielen blieben sie sogar ganz ohne Tor. Der offensive Schuh drückt gewaltig. „Wir schaffen es zu selten, uns Chancen herauszuspielen. Die Raumaufteilung ist meist gut. Auch der Ball läuft. Nur der letzte Pass in die gefährliche Zone kommt zu selten“, analysiert Mache. Dabei fallen zusätzlich die diversen Ausfälle ins Gewicht.

Joachim Barthel kämpft immer wieder mit Verletzungen und ist nicht richtig fit. Julian Dennerlein, in der letzten Saison bester FG-Schütze, fehlt seit Saisonbeginn. Auch Lawrence Uwalaka stand anfänglich nicht zur Verfügung, ebenso wie Rainer Radlinger. „Das sind alles Spieler, die in den letzten Jahren zum festen Stamm gehörten. Uns geht einfach die Torgefahr ab“, weiß der Übungsleiter. Erfreulich hingegen ist trotz der prekären Personal- und Tabellensituation, dass die Defensive einigermaßen stabil steht.

Erst 24 Mal musste Benjamin Stör hinter sich greifen, deutlich weniger als seine Kollegen der direkten Konkurrenz. Zudem verloren die Blau-Weißen nur in Schweinheim an einem personell gebrauchten Tag und gegen Vatan Spor Aschaffenburg deutlich (jeweils 0:4). „Das muss man absolut positiv sehen. Wir wurden nie abgeschlachtet“, findet der 33-Jährige, der sich seine erste Station als alleinverantwortlicher Trainer erfolgreicher vorgestellt hatte. Denn auch für ihn sei es neu, so oft zu verlieren.

Den Glauben an den Klassenerhalt hat der frühere Regionalliga-Kicker aber noch lange nicht verloren, auch wenn aufgrund beruflicher Veränderungen im Winter mit Joachim Hupp und Sebastian Wirsching zwei weitere Stützen wegbrechen. Denn die jungen Talente, die nachkommen und nun ins kalte Wasser geworfen wurden, machen stetig Fortschritte. Der Umbruch in der Mannschaft sei in vollem Gange. Das brauche schlicht seine Zeit, würde sich aber beschleunigen lassen, wenn die Jungs regelmäßiger trainierten, so Mache.

Dennoch möchte er mit den Seinen die sich nun bietenden Chancen in den kommenden vier Partien nutzen, um den Anschluss wiederherzustellen. Mit Hettstadt, Karlstadt und Schweinheim warten nämlich noch vor der Winterpause alle direkten Konkurrenten. „Wenn wir uns aber eine gute Ausgangsposition für die zweite Saisonhälfte schaffen wollen, müssen wir mindestens zwei Spiele davon gewinnen“, weiß der Spielertrainer, um was es geht. Bange ist ihm dabei auf keinen Fall. Denn er ist von der Qualität seines Kaders felsenfest überzeugt.