Manchmal kommt einer Mannschaft so ein Pokalspiel ja ganz gelegen, um die eigene Form zu überprüfen, um zu experimentieren oder einfach nur, um wieder frisches Selbstvertrauen zu gewinnen. Für die Fußballer Bayern Kitzingens aber ist der Auftritt an diesem Dienstag in der ersten BFV-Pokalhauptrunde (18 Uhr am Bayernplatz) eher lästige Pflicht. In der Landesliga läuft es nicht rund, die Konzentration gilt den kommenden Heimspielen gegen Sand und die FT Schweinfurt, und ein Gegner zum Aufbäumen ist der FC Eintracht Bamberg auch nicht gerade, zumal dessen Trainer Dieter Kurth klargestellt hat, dass er die Pokalspielwiese keinesfalls als Experimentierfeld betrachtet. Für ihn zählt nur eins: dass seine Mannschaft nach dem Erstrunden-Aus vergangenes Jahr die nächste Runde erreicht.

„Wir sind Regionalligist und treten bei einem Gegner an, der zwei Klassen tiefer spielt. Als Favorit gibt es da nur eins: gewinnen. Ohne Wenn und Aber“, wird Kurth in einer vom FCE verbreiteten Pressemitteilung zitiert. Auf die Bamberger wartet am Freitagabend im eigenen Stadion ein Höhepunkt ganz anderer Art: das Spiel ge-gen die U23 des FC Bayern München. Vielleicht wird Kurth deswegen manche Stammkraft schonen. Für die Kitzinger aber wird die Aufgabe so oder so äußerst knifflig werden, das haben die bislang sieben dürren Auftritte in der Landesliga gezeigt: sechs Punkte, dreizehnter Platz, das ist auch für den realistisch veranlagten Trainer Wolfgang Schneider ein ernüchterndes Ergebnis.