Am Samstag, 14. Januar, um 14 Uhr dürfte sich für manchen der Dettelbacher Nachwuchskicker ein Traum erfüllen. Dann treten die Gastgeber von Dettelbach und Ortsteile (DuO) zu ihrem ersten Spiel beim Norit-Cup gegen keinen geringeren als den FC Bayern München an. „Bei uns fiebert jeder Spieler auf das Turnier hin. Ich sehe es realistisch: Wir wollen Spaß haben, genießen, mit solchen Fußballern mal auf dem Parkett zu stehen“, beschreibt Dettelbachs Trainer Markus Klüpfel die Situation für den beim Gastgeber.

In der Punkterunde liegt Klüpfels Mannschaft zur Winterpause auf Rang acht in der Kreisliga, nach „eher durchwachsenen Vorstellungen“, wie der Trainer bilanziert. Beim Turnier will er den gesamten Kader aufbieten, der auch auf dem Feld um Punkte kämpfte. Das Ziel für das Hallenturnier formuliert Klüpfel so: „Zufrieden wäre ich, wenn man den Eindruck hat, dass unsere Jungs alles gegeben zu haben, vielleicht mal ein Tor schießen, oder sogar einen Punkt ergattern.“

Auch für den zweiten, halbwegs als Lokalmatador zu sehenden Klub, den FC Schweinfurt 05, ist der Norit-Cup nicht nur ein Hallenturnier. „Das ist schon etwas besonderes, das Highlight in der Halle für die Jungs, das habe ich im Vorfeld gemerkt. Sie sind alle voller Spannung“, sagt Schweinfurts U 16-Trainer Ulli Baumann. Sich mit den Großen zu messen, dabei dazu lernen und dem einen oder anderen vielleicht doch mal ein Bein stellen, das sind für Baumann die Ziele.

Seinen Schweinfurtern, die zur Winterpause Tabellenführer der U 17-Bezirksoberliga sind, traut er durchaus etwas zu. „Wir sind nicht so schlecht in der Halle, aber eine Vorhersage ist schwierig. Für uns wäre es ein Erfolg, wenn wir in die Endrunde kommen. Es kann aber auch sein, dass wir in der Vorrunde kein Spiel gewinnen. Wir wollen gut starten und uns reinsteigern“, sagt Baumann. Gegen Werder Bremen, den 1. FC Kaiserslautern und Greuther Fürth treten die Schweinfurter in der Gruppe an. Die Bremer zählt Baumann zum engeren Favoritenkreis des Turniers, Kaiserslautern und auch Fürth sieht er in der Stärke nicht so weit weg von seinen Jungs.

Wer dürfte sonst noch ganz vorne landen? Grundsätzlich seien alle Bundesligisten zu beachten, „es hängt davon ab, mit welchem Kader sie antreten. Der VfB Stuttgart, die Bayern, Köln oder auch der Club dürften schon stark sein“, schätzt Baumann, der Leiter des DFB-Leistungszentrums in Schweinfurt.

Beim Blick auf die Turnierteilnehmer, die aktuell zum Kader der U 16-Nationalmannschaft gehören, fällt auch der FSV Mainz 05 auf. Fünf Mainzer standen zuletzt auf der DFB-Liste. Vier Akteure stellte der VfB Stuttgart, drei der Hamburger SV. Gut möglich, dass in Dettelbach wieder Spieler zu sehen sind, die in Kürze in der Bundesliga auflaufen. Prominente Kicker wie Marco Marin, Stefan Kießling, Marcel Schäfer, Dennis Aogo oder Nuri Sahin haben es vorgemacht.