Durch den Ausgleich in vorletzter Minute hat der eingewechselte Jannik Feidel Bayern Kitzingen ein 1:1 (0:0) gegen den Würzburger FV II gesichert. Um nicht in Konter zu laufen, hatten die Gastgeber ihre Anfangself zum vorherigen Spiel in Bamberg auf zwei Positionen verändert: Marco Endres begann in der Innenverteidigung, Julian Schuhmann rutschte in der Viererkette auf rechts außen.

Schnell nahmen die Kitzinger das einseitige Spiel gegen einen laut Sportleiter Stefan Güntner „personell erwartungsgemäß schwach besetzten Gast“ in die Hand. Die besten Chancen boten sich in der ersten Halbzeit Simon Pauly, der alleine vor dem Tor in Schussposition kam, und Joachim Hupp, der nach einer Balleroberung den Pfosten traf.

Statt in Führung zu gehen, geriet Bayern von der Entstehung her unnötig wie unglücklich in Rückstand. Verteidiger und Torwart ließen durch eine Uneinigkeit einen gegnerischen Eckstoß zu. Den danach bereits abgewehrten Ball jagte Mirco Pfeuffer mit einer Direktabnahme ins lange Eck. Das Spiel war auf den Kopf gestellt. „Wir kamen mindestens zehnmal bis zur gegnerischen Grundlinie durch und legten den Ball zurück“, sagte Güntner.

Die in der letzten halben Stunde in Unterzahl spielenden Gäste verbarrikadierten sich am eigenen Strafraum, und Güntner fand in einer anderen Sport einen passenden Vergleich für dieses Spiel auf ein Tor: „Das sah aus wie Handball, wir spielten von links nach rechts um den Sechzehner herum.“ Erst der eingewechselte Jannik Feidel erzielte den „hoch verdienten Ausgleich“, während Joachim Hupp nach Spielende klagte: „Ich verstehe die Welt nicht, dass wir nur unentschieden spielen konnten. Dieses 1:1 ist für mich schlimmer als das 0:6 in Bamberg.“ Trost fanden sie nur in der Tabelle.

Kitzingen: Mario Bodendörfer; Philipp Schlarb (64. Jannik Feidel), Benedikt Jandl, Joachim Hupp, Ahmed Bakare, Simon Pauly (64. Christopher Lenhart), Johannes Dürr, Julian Schuhmann, Felix Straßberger, Marco Endres, Daniel Endres.

Tore: 0:1 Mirco Pfeuffer (55.), 1:1 Jannik Feidel (89.). Schiedsrichter: Roland Gawlik (Wilhermsdorf). Zuschauer: 95. Gelb-Rot: Alexander Hatzenbühler (Würzburg II, 60., Foulspiel).