100 Prozent gilt gemeinhin als das Maximum, was aber den Judoclub Dettelbach nicht daran hinderte, beim Sportabzeichenwettbewerb 2014 mit 102,9 Prozent den Sieg im BLSV-Kreis zu landen. Der Verein verdiente sich damit den zweiten Erfolg unter den Landkreisvereinen in Folge. Dafür durfte die Vorsitzende Karin Leirich die Siegerurkunde bei der Fortbildungsversammlung der Sportabzeichenprüfer im Effeldorfer Sportheim entgegennehmen.

Die Umstellung des Wettbewerbs auf die prozentuale Relation von Sportabzeichen zur Vereinsmitgliederzahl ebnete den Dettelbachern den Weg zur Spitzenposition, auf die zuvor der TV Segnitz zehn Jahre lang ein Abonnement gehabt hatte. Mit 71 Sportabzeichen bei 69 Mitgliedern landete der Judoclub auch in der absoluten Anzahl vorne, vor den Segnitzern und dem TV Großlangheim mit jeweils 56. Die Dettelbacher sind die Senkrechtstarter im Sportabzeichenwettbewerb, kann der Judoclub doch auf erst fünf Jahre seines Bestehens zurückblicken. Bei den Institutionen und Gruppierungen lag erneut der Kitzinger Stadtverband für Leibesübungen mit 57 Sportabzeichen vorne, gefolgt von der Ferienpassaktion der Stadt Volkach. Sportabzeichenreferentin Birgit Hofmann informierte die Prüfer über den neuen Prüfungswegweiser, der für Menschen mit Behinderungen ein modifiziertes Sportabzeichen oder auch das klassische Sportabzeichen zulässt und an mehreren Stellen verändert wurde.

„Die Sportabzeichen sind im ganzen Bezirk rückläufig“, erklärte Birgit Hofmann. Mit 944 Stück landete der BLSV-Bezirk erstmals unter der 1 000er-Marke. „Die 944 haben mich schon geschockt“, bekannte Hofmann, denn in 2013 waren es noch 1 483 gewesen, was ein Minus von 539 bedeutete. Dieser Einbruch ist dadurch erklärbar, dass die Jugendsportabzeichen rasant in den Keller rauschten. Nur noch sechs Schulen im Landkreis anstatt der noch 13 im Jahr 2013 beteiligten sich am Wettbewerb. Dadurch brachen die Jugendsportabzeichen von 1 120 im Jahr 2013 auf 518 im Jahr 2014 ein. Da nahm sich die Iphöfer Karl-Heinz-Spielmann-Mittelschule aus, die zum wiederholten Mal den Bezirkssieg bei den Schulen einfuhr.

Kitzingens BLSV-Kreisvorsitzender Josef Scheller würdigte Birgit Hofmanns Engagement, die sich zusammen mit allen Sportabzeichenprüfern aus dem Landkreis in Kleinarbeit daran machte, zu Papier zu bringen, wie lange die jeweiligen Prüfer schon an den Sportplätzen im Einsatz sind. Josef Scheller konnte insgesamt 23 Personen auszeichnen:

50 Jahre: Adolf Schmidt, Eleonore Ragati, Betty Deifel: 45 Jahre: Werner Beuschel; 40 Jahre: Paul Leicht, Helmut Ott, Georg Treutlein, Ewald Müller; 35 Jahre: Karin Kristmann, Hans Muth, Walter Hahn, Oswin Ziegler, Alexander Bayer; 30 Jahre: Rudolf Kerkel, Harald Zehnder; 25 Jahre: Jochen Blendow, Ute Braun, Norbert Braun, Doris Dahlfeld, Manfred Klügl, Klaus Reingruber, Siegfried Schmiedel, Christian Ziermann.