Der TSV Mainbernheim steht nach 13 Jahren vor der Rückkehr in die Kreisklasse. Nach dem 1:1 (1:1)-Unentschieden im Spitzenspiel können sich die Jungs des Trainerduos Kai Siemers und Kabil Jabiri auf dem Weg zum A-Klassen-Titel nur noch selbst schlagen. Mit weiterhin neun Punkten Vorsprung auf Bibergau muss der Tabellenführer noch vier Siege aus sechs Spielen einfahren, um die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen.

Vom Anpfiff weg machte Mainbernheim mehr Druck. Bibergaus Torhüter Heiko Kunzmann musste sich in der 7. Minute strecken, um den ersten Torschuss von Alexander Eckhoff um den Pfosten zu biegen. Ansonsten blieben die von Trainer Kabil Jabiri versprochenen Offensivqualitäten weitgehend verborgen. In der 9. Minute wäre ein Stockfehler von Mainbernheims Sascha Niedermeyer beinahe ins Auge gegangen, doch Gästeangreifer Frederik Herrlein setzte seinen Heber zu flach an.

Die heimischen Wirbelwinde Alexander Eckhoff und Marco Gröll beschäftigten die Gästeabwehr mehrmals. Doch nach einer halben Stunde erspielte sich Bibergau mehr Spielanteile, und nach einem Schubser von Matthias Roder gegen Frederik Herrlein (35.) entschied der souverän leitende Schiedsrichter Holger Geis auf Elfmeter. Benedikt Wunder verwandelte den Strafstoß zum 1:0 für die Bibergauer. In der letzten Minute vor dem Pausenpfiff gab es auf der anderen Seite eine Kopie, als ein Bibergauer im Straftraum Marco Gröll zu Fall brachte. Auch Jossef Jabiri vollstreckte den Strafstoß zum 1:1-Ausgleich.

Nach der Pause verflachte die Spitzenbegegnung, aber Bibergau hatte mehr vom Spiel. In der 75. Minute wechselte sich Bibergaus Spielertrainer Bernd Siller selbst ein, allerdings ohne Erfolg. Dabei hatten die Gäste am Ende noch Glück, wären sie doch beinahe mit leeren Händen da gestanden. Denn in der 89. Minute ließ Gästetorsteher Heiko Kunzmann unbedrängt eine Flanke fallen, Jossef Jabiri köpfte Richtung Siegtor, aber Max Orth rettete für seinen patzenden Torwart auf der Linie und verdiente sich ein Sonderlob seiner Kollegen. Da die Bibergauer mehr investierten, war der Punktgewinn für sie verdient und auch Kabil Jabiri fand das Unentschieden in Ordnung.

„Wir müssen jetzt weiter die Konzentration hoch halten“, meinte er und wollte seinen Jungs keinen Vorwurf machen trotz der mageren Vorstellung. Denn seiner Ansicht nach hätten zu viele Emotionen mitgespielt und seine Mannschaft sei übermotiviert gewesen.

„Ich finde, wir waren besser, während Mainbernheim nur Kick and Rush gespielt hat“, lautete Bernd Sillers Einschätzung. „Mit diesem Ergebnis haben wir es weiter selbst in der Hand, am Saisonende den Relegationsplatz zu belegen“, meinte Siller, der mit dem VfR gerne den sofortigen Wiederaufstieg schaffen würde.

Die Statistik zum Spiel

TSV Mainbernheim – VfR Bibergau 1:1 (1:1)

Mainbernheim: Christian Neuhöfer; Dominik Zitzmann, Matthias Roder, Kai Siemers, Sascha Niedermeyer, Thomas Wieczorek, Alexander Eckhoff (88.Michael Kuffner), Florian Schmidbauer, Marco Gröll (46. Viktor Güntner), Jossef Jabiri, Thomas Troll (68. Marco Hügelschäffer).

Bibergau: Heiko Kunzmann; Maik Schymura, Simon Ringelmann, Markus Ebert, Johannes Gehring (73. Kilian Heinlein), Max Orth, Nico Neubauer (56. Timothy Brown), Frederik Herrlein, Fabian Schmitt (75. Bernd Siller), Manuel Herrlein, Benedikt Wunder.

Schiedsrichter: Holger Geis (Unterpleichfeld).

Zuschauer: 150.

Gelbe Karten: Wieczorek; Manuel Herrlein, Brown.

Gelb-Rot: Sascha Niedermeyer (Mainbernheim, 81., wiederholtes Foulspiel).

Tore: 0:1 Benedikt Wunder (35., Foulelfmeter), 1:1 Jossef Jabiri (45., Foulelfmeter).