Daniel Bufe vom FC Leinach, aktuell mit zehn Treffern drittbester Torschütze der Fußball–Landesliga Nordwest, hat im Heimspiel gegen den FC Sand nicht nur als zweifacher Torschütze, sondern in einer brenzligen Situation auch als fairer Sportsmann geglänzt. Dass seine Mannschaft trotz der von ihm selbst herausgeschossenen 2:0-Führung gegen den Tabellenzweiten noch mit 2:4 verlor, war auch der Ehrlichkeit des 28-Jährigen geschuldet.

Eine Viertelstunde war noch zu absolvieren, als es beim Spielstand von 3:2 für die Gäste einen Eckball für die Gastgeber gab. Der Ball segelte hoch vor das Tor, wo Daniel Bufe, umringt von einigen Sandern, hochsprang und den Ball mit der Hand berührte. Schiedsrichter Manuel Doneff aus Weingarts bei Forchheim hatte allerdings ein Handspiel eines Sanders gesehen, auf Strafstoß für Leinach entschieden und dem Gästespieler die Gelbe Karte gezeigt. Der wiederum protestierte heftig, was den Unparteiischen veranlasste, beim Leinacher Torjäger nachzufragen. Ohne lange Diskussionen gab Bufe sofort zu, dass er es war, der die Hand am Ball hatte. „Es war ja eigentlich sehr auffällig, dass ich es war. Deshalb musste ich trotz des verlockenden Ausgleichs nicht lange überlegen“, schildert er die Situation, in der er auf die Elfmeterchance zum 3:3 verzichtete.

Der Schiedsrichter nahm den Elfer und auch die Gelbe Karte gegen den Sander zurück und – kaum zu glauben – zeigte Daniel Bufe für das Handspiel gelb. Das wiederum kann der in Hafenlohr bei Marktheidenfeld beheimatete Spieler bis heute nicht verstehen. „Okay, ich hab den Ball mit der Hand gespielt, aber für eine faire Geste auch noch bestraft zu werden, das ist schon komisch.“

Sander Spieler und der Schiedsrichter sind nach dem Abpfiff zu ihm gekommen und haben sich ausdrücklich für das faire Verhalten bedankt. In den Reihen der Leinacher, sagt Bufe, sei sein Verhalten kein großes Thema gewesen. Vorwürfe gab es jedenfalls keine.