Nürburg (acms) Traum-Wochenende für Maximilian Götz auf dem Nürburgring. Beim vorletzten Lauf der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft in der Saison 2015 fuhr der Mercedes-AMG DTM-Pilot auf die Plätze fünf und sechs. Damit sammelte er die viertmeisten Punkte (18) aller Fahrer in der Eifel. Insgesamt hat der DTM-Neuling 24 Zähler auf seinem Konto.

Frage: Maximilian, im Samstagsrennen haben Sie mit Platz fünf das beste Ergebnis Ihrer bisherigen DTM-Karriere erzielt. Was ist das für ein Gefühl?

Maximilian Götz: Nach dem Rennen habe ich richtig gut geschlafen! So langsam ist der Knoten geplatzt. Das war insgesamt ein sehr guter Tag mit Platz sechs im Qualifying und dann dem fünften im Rennen. Besser hätte es fast nicht laufen können. Im Rennen war ich schon fast auf der vierten Position, musste dann aber ein bisschen nachlassen, weil meine Reifen abbauten. Gary Paffett schloss zu mir auf und konnte mich mithilfe des DRS-Flügels überholen. Trotzdem bin ich total happy. Ein traumhafter Job des ganzen Teams, der mich stolz macht.

Im zweiten Rennen lief es ähnlich gut für dich. Mit Platz sechs haben Sie weitere Punkte gesammelt.

Götz: Das war ein geiles Rennen! Von Platz sechs erwischte ich wieder einen guten Start und konnte eine Position gewinnen. Ich fuhr eine Weile hinter Pascal Wehrlein, bis mein Teamkollege Daniel Juncadella an mir vorbeikam. Ich habe ihn etwas ziehen lassen, damit wir uns nicht gegenseitig im Weg stehen. Wir haben alle versucht, uns nicht gegenseitig ins Auto zu fahren. Ich hatte dann einen sehr guten Boxenstopp, bei dem ich Wehrlein überholt habe. Mein Speed war sehr gut und ich bin lange mein eigenes Rennen gefahren.

Am Ende hat Sie Wehrlein wieder überholt.

Götz: Stimmt, gegen Ende kam er immer näher. In so einer Situation muss man den Gedanken „One Team, one Vision“ einfach im Hinterkopf haben. Ich bin ein Teamplayer und es hätte in dieser Situation nichts gebracht, zu versuchen, ihn hinter mir zu halten. Nachdem er mich überholt hatte, musste ich mich gegen Rockenfeller wehren, was mir auch gut gelungen ist. Am Ende bin ich mit Platz sechs sehr zufrieden. Ich freue mich auch über das starke Mannschaftsergebnis des Mercedes-AMG DTM Teams auf dem Nürburgring.

Wie fällt Ihr Fazit für das vorletzte Rennwochenende der Saison aus?

Götz: Ich hatte zwei gute Ergebnisse und einen super Speed. Ab dem ersten Training lief es hier gut für mich. Dank meiner guten Ergebnisse im Qualifying konnte ich auch in den Rennen vorne mitfahren und mich gegen einige Gegner mit weitaus größerer DTM-Erfahrung behaupten. Man darf nicht vergessen, dass ich als Rookie an jedem Rennwochenende von null beginnen muss. Auf dem Nürburgring wäre mit Sicherheit noch mehr drin gewesen, aber ich bin glücklich.

Bald geht es zum Saisonfinale an den Hockenheimring. Was rechnen Sie sich bei den letzten Rennen des Jahres aus?

Götz: Zunächst einmal muss ich sagen: Wahnsinn, dass meine erste DTM-Saison schon fast vorbei ist! Es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit seit meinem ersten Rennen in Hockenheim verflogen ist. Ich habe so viel dazu gelernt und möchte mich dafür auch beim Team bedanken. Nach dem starken Wochenende am Nürburgring möchte ich natürlich weitere Punkte einfahren. Das ist mein Hauptziel für die beiden Rennen in Hockenheim.