Relegation zur Landesliga Nordwest

TSV Lengfeld – Bayern Kitzingen (Mittwoch, 18.30 Uhr)

Wiederum nur drei Tage nach dem in Hin- und Rückspiel gewonnenen Duell gegen Oberschwarzach spielen die Kitzinger in der entscheidenden zweiten Runde mit dem TSV Lengfeld um den freien Platz in der Landesliga. Der Verlierer aus Hin- und Rückspiel geht nächste Saison in der Bezirksliga an den Start. Bayerns Trainer Björn Auer räumte nach überstandener Abwehrschlacht ein glückliches Weiterkommen ein, Sportleiter Kabil Jabiri nannte Oberschwarzach am Sonntag sogar „den eigentlich verdienten Sieger“. Nur ein weiteres Tor fehlte dem Bezirksligisten.

Dass die Kitzinger ihre Leistung erneut drastisch steigern müssen, um gegen ein individuell stark besetztes Lengfeld mit Trainer Michael Hochrein zu bestehen, war nach dem desolaten Auftritt allen Beteiligten bewusst. Vor allem das abrupte Fehlen von Einsatz und Leidenschaft (beides hatte die Mannschaft noch im Hinspiel in Oberschwarzach gezeigt) beunruhigte die Verantwortlichen. Das schnelle Gegentor ließen sie nicht als Grund gelten. Jabiri stand der Schrecken noch lange ins Gesicht geschrieben. „Mir fehlen die Worte, wie eine solche Leistung zustande kommt.

Ein Gegentor zu kriegen ist kein Problem. Wir lagen danach noch mit zwei Toren vorn.“ In Lengfeld wird es für die Kitzinger ein Wiedersehen mit Niko und Tim Pfaffendorf geben, die bis in den Winter noch für Bayern spielten und dann aus internen Gründen den Verein verließen. In Igor Mikic haben die Lengfelder einen herausragenden Stürmer in ihren Reihen. Der 32-Jährige erzielte in den letzten drei Jahren in 82 Bezirksligaspielen 81 Tore.

Vor drei Jahren war Lengfeld aus der Landesliga abgestiegen. In jener Saison waren sich beide Klubs auch zuletzt begegnet. Lengfeld zog mit einem 2:2 und 2:1 über Kahl in die zweite Runde. Den Bayern ist nach der jüngsten Achterbahnfahrt am Ende egal, wie sie weitergekommen sind. Jabiri, erst seit Januar dabei, sagt: „Wir möchten die zwei Spiele so positiv wie möglich gestalten.“

Relegation zur Kreisklasse Würzburg

SV Hoheim – SG Randersacker (Mittwoch, 18.30 Uhr; Schwarzenau)

Denkbar knapp ist der SV Hoheim im Meisterschaftsrennen der A-Klasse 3 gescheitert. Letztlich fehlte ein Punkt auf Titelträger TSV Gerbrunn. Dabei hatten Trainer Markus Hartsch und seine Schützlinge sogar drei Spieltage an der Tabellenspitze gestanden. Erst ein 1:1 gegen die Dettelbacher Reserve machte ihnen einen dicken Strich durch die Rechnung.

Die Gefühlslage im Verein schildert Sportleiter Marco Wagner so: „Wenn du drei Spieltage vor dem Ende so ausgebremst wirst, ist das schon sehr enttäuschend. Fairerweise muss man aber sagen, dass Gerbrunn völlig verdient Meister geworden ist.“ Der verpasste Titel trübe auch keineswegs die unverhofft gute Saison, die Hoheim gespielt habe. So gab es vergangenen Samstag in launiger Stimmung die hochverdiente Abschlussfeier.

Den Fokus auf das Relegationsspiel habe sie aber auf keinen Fall verschoben. „Wir werden alles versuchen, in die Kreisklasse aufzusteigen“, betont Wagner. „Die Vorfreude ist immens.“ Der Aufstieg wäre das i-Tüpfelchen. Doch muss Trainer Markus Hartsch im entscheidenden Spiel womöglich auf seinen Kapitän Christian Englert verzichten, der an einer hartnäckigen Verletzung laboriert.

Selbst mit dem Zwölf-Tore-Mann im Kader ist die SG Randersacker eine hart zu knackende Nuss. Der Zweite der A-Klasse 1 habe starke Einzelspieler und eine treffsichere Offensive, die in der abgelaufenen Runde mehr als 100 Tore erzielt hat. Dem setzen die Hoheimer ihre sattelfeste Abwehr und ihren großen Zusammenhalt entgegen. „Für sie ist der Aufstieg wichtiger als für uns. Daher gehen wir selbstbewusst und ohne Druck in die Partie“, glaubt Marco Wagner.