Dettelbachs Tischtennisspieler gehören seit 1986 der 2. Bezirksliga an, nur unterbrochen von einem einjährigen Gastspiel inder Unterfrankenliga (1988). Man darf also mit Fug und Recht behaupten: Sie zählen zum Inventar der Klasse. Dafür gibt es aber weder eine Verdienstmedaille noch Bonuspunkte. Deshalb müssen Bernward Unger und seine Kollegen nach einer verkorksten Saison an diesem Samstag (20 Uhr) ausgerechnet gegen Lokalrivale Etwashausen II um die Verlängerung ihres Gastspiels kämpfen.

Die beiden Mannschaften kennen sich aus vielen Vergleichen und verstehen sich gut. So gesehen, wird es gewiss kein giftiges Treffen. Als Sieger wollen trotzdem beide Kontrahenten von den Platten gehen. Dettelbachs Bernward Unger verrät seinen Plan, wie das gelingen soll: „In jedem Paarkreuz zwei Siege, dazu zwei Doppel und einen Satz mehr gewinnen.“ Auch wenn sie nicht ganz so ernst gemeint war, würde sie vom Ergebnis her in jedem Fall den Klassenerhalt bescheren.

Oliver Sponsel vom Konkurrenten Etwashausen erwartet ein ausgeglichenes Spiel. Er selbst wird wohl für Heiner Kreßmann in die Mannschaft kommen, der aktuell außer Form ist. Möglicherweise tritt Kreßmann aber im Doppel an. Als Nachteil für sein Team sieht Sponsel Dettelbachs Gastgeberrolle an. „Wir sind dort schon oft untergegangen.“ Selbst für den Verlierer könnte sich eine Hintertür öffnen. Spielgruppenleiterin Katja Bußmann bestätigt hartnäckige Gerüchte, wonach der TSV Rottenbauer seine Mannschaft wohl zurückziehen wird.

Der TSV Albertshofen und die SV-DJK Sommerach standen sich bereits nach der Saison 12/13 im Relegationsspiel gegenüber. Nach einer 6:4-Führung lagen die Sommeracher plötzlich 6:8 zurück – und schafften nach vier Stunden dann doch noch ein 8:8-Unentschieden. Nur wegen des Satzverhältnisses (35:34) blieben sie damals in der 3. Bezirksliga. Für Albertshofen ist es an diesem Freitag (19.30 Uhr) der dritte Versuch, über die Relegationsrunde aufzusteigen.

In der Saison 11/12 scheiterten sie mit 6:9 am TSV Goßmannsdorf. Genau diese Mannschaft besiegten sie diesmal in ihrem ersten Relegationsspiel mit 9:4. Ein gutes Omen? Normalerweise steht das Chancenverhältnis in solchen Spielen bei 50:50, aber diesmal hat es sich zu Gunsten des Kreisliga-Zweiten verschoben. Sommerach muss nach Auskunft von Thomas Ziegler auf seinen Spitzenspieler Uli Schwarz verzichten, der beim 8:8 im vergangenen Jahr allein vier Zähler für seine Mannschaft holte. Texte: wro