Fast hätte Unterpleichfeld seinem Ruf als Abtswinder Angstgegner alle Ehre gemacht. Zweimal lagen die Gäste im Nachholspiel in Führung, dann drehte der Landesliga-Spitzenreiter die Partie noch mit einer furiosen Schlussphase. Überhaupt verlief Ostern mit sechs Punkten aus zwei Spielen so erfolgreich wie erhofft für die Abtswinder. Ihren Vorsprung vor Verfolger Vach, der in vier Spielen seit der Winterpause die maximale Ausbeute erreichte, haben sie verteidigt. „Im Training in dieser Woche habe ich nur lachende Gesichter gesehen“, sagt Trainer Škarabela vor den letzten acht Spielen.

Innerhalb der nächsten vier Tage absolviert der TSV zwei weitere Aufgaben, erst gegen Schwebenried und am Mittwoch in Kleinrinderfeld. „Bis zum Schluss wird es ein enger Kampf bleiben. Ich denke nicht, dass Vach in nächster Zeit straucheln wird“, so Škarabela. „Das bedeutet, wir müssen alles gewinnen und immer unsere beste Leistung zeigen.“ Die Entscheidung um die Meisterschaft erwartet er am vorletzten Spieltag. Dann werden die beiden Rivalen direkt aufeinandertreffen.

Jetzt steht erst einmal die Aufgabe mit Schwebenried/Schwemmelsbach an. Die seit September vom früheren Abtswinder Mario Schindler betreute Elf aus dem Schweinfurter Land muss sich bislang als Lieblingsgegner Abtswinds benennen lassen. Die letzten sieben Partien, fünf davon in der Landesliga, gewann Abtswind. Dabei soll es aus Škarabelas Sicht auch bleiben. „Jeder Ausrutscher kann unser großes Ziel gefährden.“ Der Trainer weiß jedoch, dass die DJK in dieser Runde auswärts bislang erfolgreicher ist als zu Hause.

Abtswinds Trainer muss auf Jonas Wirth verzichten. „Bei allen anderen sieht es gut aus“, sagt er. Auch Daniel Hämmerlein, der sich gegen Unterpleichfeld eine blutige Nase geholt hat, kann spielen. Der Rechtsfuß kam in den letzten Spielen auf der linken Abwehrseite zum Einsatz und erfüllte diese Aufgabe zur Zufriedenheit seines Trainers: „Er hat bewiesen, dass er keine Notlösung ist.“ Das Tor wird ein zweites Mal Florian Warschecha, hüten – gegen Kleinrinderfeld steht wieder Julian Schneider im Kasten. Die beiden wechseln sich mit je zwei Spielen ab. Text: Jst