Das neu gebaute Krippenhaus St. Benedikt ist nun richtig mit Leben gefüllt. Nachdem die Einweihung des Gebäudes bereits vor Weihnachten erfolgte, bezogen dieser Tage die Kinder das großzügige, in Holzbauweise errichtete Gebäude im Seeflur in Wiesentheid. Zum Start haben die beiden Leiterinnen Ulrike Schwanfelder und Kerstin Bachmann nun 16 Kinder in zwei Gruppen, die in dem rein als Kinderkrippe gedachten Haus untergebracht sind.

Insgesamt ist die Krippe auf 36 Plätze ausgelegt. Nach und nach kommen weitere Kleinkinder hinzu, bis zum Sommer werden 31 Kinder dort untergebracht sein, sagte Ulrike Schwanfelder mit Blick auf die Anmeldungen. Insgesamt acht Erzieherinnen sind in der Einrichtung tätig. Einiges an Arbeit sei in den vergangenen Tagen und Wochen noch angefallen, um das neu gebaute Haus einzurichten, berichten die Zuständigen. Schließlich fange man quasi bei Null und ohne "Hausstand" an, wie Schwanfelder erklärte. Zudem erledigten Handwerker noch die letzten, kleineren Arbeiten.

Zu Beginn wurde das pädagogische Konzept erst einmal an die Mitarbeiterinnen vermittelt. Schwanfelder und ihre Mitarbeiterinnen genießen bereits in den ersten Tagen die Vorzüge der Einrichtung. "Unsere Kinder dürfen hier wirklich das sein, was sie sind: Kinder." Es werde bedürfnisorientiert gearbeitet, nicht nach einem strikt vorgegebenen Zeitplan.

Bürgermeister Werner Knaier, Dekan Peter Göttke und Geschäftsführerin Rosi Beyer vom Träger, dem Mauritiusverein, schauten sich zum Start gleich einmal vor Ort um. Dort war unschwer zu erkennen, dass die Kleinkinder sich schon richtig wohl fühlen in ihren neuen Räumen. Das Krippenhaus hat eine Nutzfläche von 610 Quadratmeter. Der Bau ging recht schnell, der Spatenstich erfolgte im April 2018. Die Kosten betrugen 2,165 Millionen Euro. Noch ist nicht alles fertig, die Außenanlagen werden in den nächsten Tagen angelegt.

Die beiden bestehenden Wiesentheider Kindergärten nutzen den nun frei gewordenen Platz für zwei Kleinkinder-Gruppen.