Vergangenen Donnerstag hat eine Spende über 500 Euro die Kitzinger Tafel erreicht. Uwe Ziegler aus Kleinlangheim stiftete die Summe gezielt für die ehrenamtlichen Helfer im Tafelbetrieb. Manfred Seigner, der erste Vorsitzende des Vereins, nahm das Geld dankend an. Anfang 2022 soll die Mitgliederversammlung der Tafel gehalten werden. Dann kann auch beraten werden, wofür das Geld verwendet wird. Eine Idee ist ein gemeinsamer Ausflug zu einer anderen Tafelorganisation. 

Wertschätzung für die Ehrenamtlichen der Tafel

Ziegler möchte mit seiner Spende Wertschätzung für die Ehrenamtlichen ausdrücken. Sie nähmen oft viel in Kauf. Ziegler und Seigner wissen von einem Extremfall, als einem Helfer ein Glas Rote Beete über dem Kopf ausgeschüttet worden sei , vermutlich weil er den Tätern keinen Berechtigungsausweis ausgestellt hatte. 

"Wenn es einem gut geht, kann man etwas Materielles weitergeben", so der Maler und Hausmeister der Kleinlangheimer Kirche. Als Inspiration dient ihm auch ein Spruch, der in der Albertshöfer Kirche angebracht ist, wo er aufwuchs: "Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein", ein Zitat aus dem Jakobusbrief im Neuen Testament. "Wir sind alle so gut aufgestellt, da könnte noch mehr gehen", findet Ziegler. 

Finanzierung der Tafel nur über Spenden

Keiner der Ehrenamtlichen der Kitzinger Tafel erhält Geld für seine Tätigkeit. Solange er Vorstand sei, sagt Seigner, solle das auch so bleiben. Viele der Helferinnen und Helfer sind über 80 Jahre alt, Seigner plagen deshalb Nachwuchssorgen . Manche der Ehrenamtlichen nehmen lange Anfahrten aus Abtswind oder Wiesentheid auf sich, um anzupacken. "Da kann ich nur den Hut ziehen", sagt Seigner. Von 148 Mitgliedern des Tafelvereins sind 46 aktive Helfer und Helferinnen. Mittwochs und sonntags bedienen sie Bedürftige aus dem ganzen Landkreis. "Es ist schön, dass es uns gibt, aber traurig, dass man uns braucht", so der erste Vorsitzende. Der Verein finanziert sich laut Seigner ausschließlich über Spenden.