"Wenn wir jetzt die Außenmauern ein drittes Mal aufmachen, kostet uns das 100 000 Euro und ich weiß nicht, wie ich mit dieser Summe umgehen soll", leitete Sulzfelds Bürgermeister Matthias Dusel in der Ratssitzung die Beratung über Feuchtigkeitsschäden am Lehrerwohnhaus ein. An dem 2016 nach der Generalsanierung neu eingeweihten Gebäude sind sichtbare Schäden vorhanden, die in einigen Teilbereichen Handlungsbedarf ergaben.

Die Gemeinde wollte mehrere Angebote einholen, bekam aber nur eines über knapp 69 000 Euro. Dazu kommen noch Kosten für einen Gutachter, ergänzende Putzarbeiten und die Montage von Geländern und Zäunen. Die Ratsrunde tat sich schwer mit einer Entscheidung und einigte sich darauf, die Maßnahme bis nach der Verwirklichung des Kirchenvorplatzes als Platz der Begegnung zurückzustellen.

Förderinitiative "Innen statt Außen"

Der Sulzfelder Gemeinderat fasste außerdem erneut den Beschluss für die Förderinitiative "Innen statt Außen" vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE). Dieses Konzept ist die Basis dafür, dass die Gemeinde Fördergelder vom ALE bekommt und zusätzlich einen zehnprozentigen Zuschlag. Mit der Vereinbarung verpflichtet sich die Gemeinde dazu, der städtebaulich-funktionalen Entwicklung Vorrang im Innenbereich zu geben.

Die Förderinitiative zielt auf den Erhalt, Sanierung und Entwicklung des Altorts ab. Dabei soll das Wohnen im Altort gefördert und das Ensemble belebt werden. Daraus resultierend soll sich die Bevölkerungsstruktur verjüngen, die Angebote für Individualtouristen erweitert werden, das charakteristische Ortsbild gepflegt, Siedlungen im Bestand entwickelt und der Weinbau als charakteristische Qualität gestärkt werden.

Sanierungsarbeiten am Bauhof

Die Ratsrunde hatte in der Besetzung der alten Legislaturperiode Sanierungsarbeiten am Bauhof mit einem Volumen von 100 000 Euro beschlossen. Bürgermeister Matthias Dusel informierte die Ratsrunde in der aktuellen Sitzung darüber, dass dieser Posten im Hauhaltsplan nicht enthalten ist. Am Ratstisch gab es unterschiedliche Ansichten über die Verlegung eines Fensters und der Gestaltung von Fassadenteilen. Obwohl der Bürgermeister einen einfacheren Vorschlag machte, entschied der Gemeinderat gegen die eine Stimme des Ortsoberhaupts, am bestehenden Beschluss festzuhalten.

Seit Jahren ist außerdem der Einbau einer Toilettenanlage im Friedhof ein Thema am Ratstisch. Um den Zugang in den Geräteraum zu gewährleisten, müsste eine kleine Treppe erbaut werden und auch das Tor wäre zu erneuern, wie Matthias Dusel erläuterte. Für eine zweite Lösung im Erdgeschoss müsste ein Eingang ins Mauerwerk gesägt werden, innen müsste eine Trockenmauer errichtet werden.

Mehrere Ratsmitglieder sprachen sich grundsätzlich gegen einen Toilettenbau aus, zumal der Standort kaum Gefallen fand. Nicht nur Joachim Gattenlöhner forderte einen anderen Standort, wo eine Toilette weniger störend wirken würde. Weil ein benötigter Kanalanschluss nicht vorhanden sei, wäre der Aufwand relativ groß und am Ende der Diskussion lehnte eine Ratsmehrheit die Toilettenanlage ab.