Auf Einladung des Bund Naturschutz (BN) Volkach haben sich 20 Volkacher Bürger getroffen, um das einmalige Astheimer Naturschutzgebiet „Dürringswasen“ zu erleben. Wie es im Pressetext heißt, betonte die Vorsitzende des BN Volkach Gerda Hartner in ihrer Begrüßung, dass sich auf Astheimer Gemarkung ein einzigartiger Naturschatz befinde, der seltenste Pflanzenarten auf Sandmagerrasen beheimatet und unter strengem Schutz steht. Die Naturschutzbehörde habe deshalb Puffergebiete ausgewiesen, um die Sandlebensräume zu schützen.

Der Ehrenvorsitzende Hans Schneider zeigte den Besuchern die charakteristische Flora und Fauna, die sich in langen Zeiträumen an das geringe Nährstoffangebot, die Trockenheit und Hitze optimal angepasst habe. Die Naturinteressierten waren laut Pressetext begeistert von der blühenden Silberscharte, der Sand-Grasnelke, den Flechten, den hier heimischen Wildbienenarten, den Laufkäfern, der Blauflügeligen Ödlandschrecke und zahlreichen weiteren Spezialisten, die hier ohne Konkurrenz überleben können.

Schneider erklärte, dass der hier vorkommende „Nordische Mannsschild“ (Androsace septentrionalis) eine der allerseltensten Pflanzen bedeute, von denen derzeit nur noch drei bis vier sehr kleine Vorkommen im Landkreis Kitzingen und wenige Pflanzen nahe Karlstadt bekannt seien. Deutschlandweit sei diese Art inzwischen ausgestorben. Deshalb habe das Landesamt für Umweltschutz empfohlen, das Astheimer Naturschutzgebiet „Dürringswasen“ um die Biotopfläche zu erweitern und dessen Umfeld zu stärken.

Der 2. Vorsitzende Michael Zwanziger bestätigte den Besuchern, dass ausgerechnet hier angrenzend ein Baugebiet ausgewiesen werden soll. Wegen der Schutzwürdigkeit und Bedeutung dieser Fläche habe der Experte, Wissenschaftler Prof. Dr. Lenz Meierott, bereits an den Bürgermeister und die Volkacher Stadträte schriftlich appelliert, von einer Ausweisung des Areals als Neubaugebiet Abstand zu nehmen.

Gerda Hartner versicherte den Besuchern, dass der Bund Naturschutz Volkach die Empfehlung der Experten und des Landesamts unterstützt, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. Der BN fordere die Ausweitung des Naturschutzgebiets um die Flächen, die jetzt schon im Besitz der Stadt Volkach und als Baugebiet geplant sind.