198 Wohnung im eigenen Bestand, weitere 514 über die Tochtergesellschaft der Kitzinger Baugesellschaft: Wenn es um große Immobilienbesitzer in der  Region geht, kommt man an der Stadt Kitzingen nicht vorbei. Wo befinden sich all diese Häuser? In welchem Zustand sind Gebäude und Wohnungen? Und welche Strategie verfolgt die Stadt auf dem umkämpften Wohnungsmarkt? Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich der Stadtrat an diesem Dienstag (18 Uhr; Alte Synagoge) in einer Sondersitzung.

In der Siedlung wachsen derzeit 59 neue, öffentlich geförderte Wohnungen aus dem Boden, gut zu  sehen von der parallel dazu verlaufenden Bundesstraße aus. Sie gehen in den Bestand der 1927 gegründeten städtischen Wohnungsbaugesellschaft über. Was hat es mit diesem Modell auf sich? Und wo kann sich die Stadt vorstellen, Wohnungen abzustoßen? Auch über Leerstände im Stadtgebiet soll in der Sitzung informiert werden.

Oberbürgermeister Stefan Güntner (CSU) nimmt die bundesweit geführte Diskussion über Bauen und Wohnen zum Anlass, dem Stadtrat eine breite Expertise zukommen zu lassen. Fachleute aus Ämtern und Verwaltung sollen zu den einzelnen Punkten gehört werden und auf Basis des Status quo eine Zukunftsperspektive entwickeln. In den Fokus rückt dabei auch das Gebiet der Marshall Heights, das in den nächsten Jahren zu einem ganz eigenen Stadtteil wachsen könnte. Die ehemalige US-Wohnsiedlung birgt sicherlich das größte Potenzial für die nächsten Jahre. Weite Teile des Areals und der Gebäude sind im Eigentum des Kitzinger Immobilienunternehmers Georg Wittmann, der seit einem Jahr auch Mitglied des Stadtrats ist.