Fast fünf Millionen Euro wird die Gemeinde Sommerach voraussichtlich in die zwei großen Baumaßnahmen Quartier Winzerstraße und Umgestaltung des Sankt-Urban-Weges investieren. Über den aktuellen Planungsstand und die Kostenberechnung der Projekte informierte Bürgermeisterin Elisabeth Drescher jetzt den Gemeinderat.

Im Oktober soll die Umgestaltung des Sankt-Urban-Weges mit den Tiefbauarbeiten starten. Dabei werden Kanal, Anschlussleitungen und Wasserleitungen erneuert. Mit der Entwurfsplanung und Kostenberechnung wurde das Büro von TIG Ingenieure beauftragt. Die Gesamtkosten für die Tiefbauarbeiten belaufen sich auf 460.000 Euro.

Entwurf und Kostenberechnung für die Gestaltung des Platzes sowie des Eingangsbereichs am Friedhof hat das Landschaftsplanungsbüro arc.grün (Kitzingen) ausgearbeitet. Die Kosten für Straßen- und Landschaftsbauarbeiten sind mit knapp 600.000 Euro berechnet. Für das gesamte Projekt ist eine Bauzeit von einem Jahr veranschlagt. Vor Baubeginn findet noch eine Anliegerversammlung statt.

Grünes Licht für das Mehrgenerationenwohnen im "Quartier Winzerstraße"

Teil der konsequenten Innenentwicklung Sommerachs ist das Projekt "Quartier Winzerstraße". Durch das Mehrgenerationenwohnen dort soll im Altort attraktiver und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Schon vor zehn Jahren hat die Gemeinde damit begonnen, für das Vorhaben Leerstandsimmobilien zu kaufen.

Die veranschlagten Kosten für die Neubauten und Außenanlagen liegen bei gut 3,7 Millionen Euro. Die Planung der Denkmäler Winzerstraße 10 und 12 wird anschließend fortgeführt, danach geht es an  eine Kostenberechnung. Bei den Haushaltsplanungen im Herbst soll der endgültige Finanzierungsplan festgelegt werden. Der erste Spatenstich ist für Mai 2023 geplant.

"Die Entscheidung für die Baumaßnahme in der Winzerstraße war eine sehr gute für Sommerach und macht unseren Ort noch lebendiger", erläuterte Bürgermeisterin Elisabeth Drescher. "Im Vorfeld wurden intensive Gespräche mit den Fördergebern geführt, um mögliche Kosteneinsparungen abzustimmen und die Planung anzupassen, um so die Kostenberechnung auf einer soliden Basis zu erstellen. Die Unterstützung der entsprechenden Förderstellen bei diesem Projekt war beispielhaft."

Neue Broschüre zum richtigen Verhalten am Altmain

Weiterhin brachte die Bürgermeisterin den Gemeinderat beim Thema Ampel an der Ausfahrt zur Staatsstraße auf den neuesten Stand. Demnach kann eine fundierte Aussage zur Ampelfrage nur mit einer Verkehrszählung getroffen werden, die voraussichtlich im Oktober durchgeführt wird.

Die Bürgermeisterin verwies auch auf eine neue Infobroschüre zum richtigen Verhalten an besonders schützenswerten Zonen des Altmains. Diese wurde zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde erstellt, liegt im Rathaus aus und ist online auf der Internetseite des Landratsamtes zu finden. Zudem wurden Bauzaun-Banner am Mainufer an allen mit der gelben Welle gekennzeichneten Ausstiegsmöglichkeiten angebracht.

Weiterhin stimmte der Gemeinderat dem Antrag auf Erweiterung des Fördergebiets der Dorferneuerung in Sommerach zu. Im Zuge des bayerischen Dorfentwicklungsprogramms können zentrale Bereiche in Dörfern gestalterisch verbessert werden. Zuschüsse gibt es jedoch nur für Vorhaben, die im Fördergebiet der Dorferneuerung liegen. Die Gemeinde beantragt für das Anwesen Winzerstraße 32 jetzt die Erweiterung des Fördergebiets, um eine Förderung von Kleinstunternehmen zu erlangen. Die Gemeinde ist nicht Träger der Maßnahme.