Die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) Kitzingen hat ihr Mitgliederpotential noch nicht voll ausgeschöpft und will weiterwachsen. Dieses Ziel im Blick wurden auf der Jahreshauptversammlung am im Stadtteilzentrum Kitzingen einige attraktive Neuerungen beschlossen.

So werden ab April die Ernteteile nicht nur variabler, sondern auch variantenreicher. Auf den aktuell genutzten Flächen werden zukünftig mehr Gemüsesorten angepflanzt. Den Mitgliedern steht also ab sofort eine noch größere Vielfalt an frischem Biogemüse direkt aus Kitzingen zur Verfügung.

Mit Aufhebung der Corona-Einschränkungen soll auch das Vereinsleben wieder deutlich belebt werden. Es gibt jetzt wöchentliche Mitmachaktionen zur Unterstützung von Bio-Gärtner Erich Gahr. Für Kinder soll es Kurse für den Bau von Nistkästen und Fledermauskästen geben. Ein neuer Arbeitskreis ist sogar mit "Partyplanung" beauftragt worden. Inzwischen gibt es auch eine Hühnerhaltung, ein Projekt "Streuobstmarmeladen" und eine kleine Tauschbörse für selbstgemachte Erzeugnisse wie Marmeladen, Kompott oder Chutneys. Die professionelle neue Website www.solawi-kitzingen.de dient als Plattform, um Informationen und saisonale Rezepte auszutauschen. Für die Depots in Kitzingen, Volkach, Heidingsfeld und Randersacker wurden lokale Verantwortliche benannt. Angestrebt werden weitere Depots in Marktbreit, Iphofen, Wiesentheid und Würzburg-Sanderau.

Der Verein mit derzeit 76 Ernteteilern möchte auf etwa 150 Mitglieder anwachsen. Vorstandsvorsitzende Nadja Racky ist überzeugt: "Selbstversorgung mit Bio-Gemüse macht Spaß, man lernt viel dazu und der Salat oder die Tomaten schmecken einfach viel besser – bestimmt auch, weil die eigene Arbeit drinsteckt." Ihr Vorstandskollege Georg Theisen fügt hinzu: "Die Nachfrage nach regionalen und saisonalen Lebensmitteln wächst immer mehr. Wer sich für das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft interessiert, hat bei uns im Verein viele Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. Mitarbeit ist aber keine zwingende Voraussetzung. In unseren Reihen haben wir auch viele familiär und beruflich stark eingebundene Ernteteiler und ältere Menschen, die nur sporadisch mal mitarbeiten. Sie alle sehen die Solawi als Antwort auf den Wunsch nach gesundem Essen frisch vom Feld, verbunden mit Gemeinschaftsgefühl."

Von: Victor Trapp (Öffentlichkeitsarbeit, SoLaWi, Kitzingen)