Auf dem Gelände der sogenannten Urzenwiese zwischen dem Biebelrieder Ortsteil Kaltensondheim und der Autobahn 7 soll direkt neben der Autobahn auf einer Fläche von sechs Hektar eine Freiland-Photovoltaikanlage entstehen. Investor ist laut Bürgermeisterin Renate Zirndt ein auf erneuerbare Energien spezialisiertes Tochterunternehmen der Firma BayWa.

Joachim Ettwein vom Planungsbüro Klärle (Weikersheim) stellte das Vorhaben am Dienstag in der Sitzung des Biebelrieder Gemeinderates in Westheim vor. Demnach sollen die Solarmodule bis zu drei Meter hoch sein, die Gesamthöhe der Betriebs- und Nebengebäude soll fünf Meter nicht übersteigen. Das gesamte Gelände unter den Modulen wird als Dauergrünland bepflanzt. An der Grenze zur Autobahn soll eine „blütenreiche Wiesengesellschaft“ entstehen.

Letzteres rief im Gemeinderat den Protest von Landwirten hervor. Erhard Müller befürchtete so die Ausbreitung von Unkraut auf die landwirtschaftlichen Flächen auf der anderen Seite der Autobahn. Ihm schloss sich Manfred Kleinschrodt an: „Die einen kassieren ab, die anderen haben den Mehraufwand“, kritisierte er. Allerdings soll laut Planer Ettwein in den Verträgen auch eine mindestens einmal im Jahr stattfindende Mahd der Wiese gewährleistet werden, was die Beeinträchtigung der Landwirtschaft abmildere.

Der Solarpark sei auf 20 Jahre angelegt, der Rückbau der Anlagen werde vertraglich geregelt und gesichert. „Nach der Nutzung wird der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt“, so Ettwein. Im Anschluss stimmte der Gemeinderat bei zwei Gegenstimmen der für das Projekt nötigen Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines Bebauungsplanes zu.