Seit dem Beginn der Corona-Pandemie geistert das Gerücht durch die sozialen Netzwerke: Die Ehefrau des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), Karin Baumüller-Söder, profitiere von der Maskenpflicht. Denn ihre Firma "Baumüller" mit Sitz in Nürnberg, die auch eine Produktionsstätte in Kitzingen hat, stelle Gesichtsmasken her und schlage so Profit aus der Politik des Ministerpräsidenten.

Seit der Einführung der FFP2-Maskenpflicht wird das Gerücht nun wieder häufiger im Netz geteilt. Aber was ist dran an den Vorwürfen? 

Stellt die Firma von Söders Ehefrau Gesichtsmasken her?

Die Firma "Baumüller" sei Systemanbieter für industrielle Antriebs- und Automatisierungstechnik, heißt es von Seiten des Unternehmens auf Nachfrage. Es stelle grundsätzlich keine Masken oder Mund-Nasen-Bedeckungen her. Man habe lediglich im vergangenen Frühjahr in einer einmaligen Aktion 210 "Face Shields" aus Plastik produziert, so ein Sprecher von "Baumüller". 

Diese Gesichts-Visiere aus Plastik sind bereits seit vergangenem Jahr nicht zulässig als Mund-Nasen-Schutz im Sinne der Maskenpflicht. Anwendung finden die Visiere hauptsächlich im medizinischen Bereich. Die Face Shields seien nicht verkauft worden, teilt "Baumüller" weiter mit. Je 100 Stück gingen laut einer Pressemeldung des Unternehmens aus dem August 2020 als Spende an das Martha-Maria-Krankenhaus in Nürnberg und die Frankenalb-Klinik Engelthal.

Zehn Face Shields hätten Mitarbeiter von "Baumüller" bekommen. Die Idee, die Visiere herzustellen, sei der Firma gekommen, da sie über 3D-Drucker verfüge.

Fazit: Gerücht ist Fake News

Bei dem kursierenden Gerücht handelt es sich um eine Falschmeldung. Die Firma "Baumüller" stellt nach eigenen Angaben grundsätzlich keine Masken her. Und die Familie Söder profitiert über das Unternehmen also nicht finanziell von der Maskenpflicht.