Die Prämierung der schwersten Zuckerrübe in Schallfeld ist weit und breit einzigartig. Mit einem Gewicht von 11 010 Gramm gewann Petra Weigand aus Gerolzhofen den Wiegewettbewerb um die schwerste Zuckerrübe.

Die Siegerin bekam von ihrer Vorgängerin Anita Wieder aus Unterspiesheim die Krone aufgesetzt. Platz zwei erreichte Margit Lechner aus Unterspiesheim mit einer 9640 Gramm wiegenden Rübe. Den dritten Rang erzielte Anita Wieder – letztjährige Gewinnerin – mit einer 5250 Gramm schweren Zuckerrübe.

Zum 12. Mal fand der Wettbewerb statt. Der örtliche Rübenvertrauensmann aus Schallfeld, Norbert Sahlmüller, begrüßte die zahlreichen Gäste aus den Landkreisen Schweinfurt, Kitzingen, Haßfurt, Würzburg, Bamberg und der Ochsenfurter Region. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Lülsfeld, Wolfgang Anger, nahm am stimmungsvollen Tanzabend teil.

Musik und nasse Hemden

„Die lustigen Reichmannsdorfer“ sorgten für schwungvolle Musik sowie nass geschwitzte Hemden. Initiator und Organisator Erwin Fackelmann hatte mit seinem Familienteam alles im Griff und freute sich über die große Teilnahme. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende im Verband Fränkischer Zuckerrübenanbauer, Hermann Ruß (Brünnstadt), berichtete von einer außerordentlich guten Rübenernte, einem Zuckergehalt von 19,1 Prozent und rund 70 Tonnen Zuckerrüben je Hektar. Wie in den vergangenen Jahren waren die Sitzplätze im Sportheim restlos ausverkauft und die Tanzfläche immer voll.

Auch heuer waren nicht nur diejenigen, die beruflich mit dem Zuckerrübenanbau beschäftigt sind, gekommen, sondern auch interessierte Tanzpaare.

Rübensamen für die Königin

Als um 22 Uhr der Wiege-Wettbewerb mit Prämierung der schwersten mitgebrachten Zuckerrüben begann, wurde es spannend. Siegerin Petra Weigand wurde gegen Zuckerpakete aufgewogen und durfte die Packungen, die ihr eigenes Gewicht ausmachten, als Preis entgegennehmen. Einen Gutschein für einen Hektar Rübensamen, das sind 100 000 Körner, erhielt die „Königin“ von Michael Bernhard (Volkach) von der Firma Halleshög.

Die Zweitplatzierte konnte sich über Rübensamen für einen halben Hektar freuen, den Norbert Sahlmüller (KWS) spendierte. Das Publikum war mit Begeisterung dabei. Kreisrat Hermann Ruß und Kreisbäuerin Sieglinde Fackelmann lobten besonders Erwin Fackelmann für die einzigartige Veranstaltung, die er wieder in Eigenverantwortung organisiert hatte.