Für die Teilnehmerinnen von der Realschule Dettelbach an der Girls' Day Akademie haben sich die zusätzlichen Stunden wirklich gelohnt. Bei den sieben Mädels, die mitmachten, ist die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Das bestätigten die jungen Mädchen aus der achten Klasse jetzt bei der Abschlussveranstaltung des Kurses.

Bei dieser gab die Leiterin des Projekts in Dettelbach, Anna Rosenstock, noch einmal einen Überblick auf das, was in den vergangenen Monaten stattfand. Dazu gehörten neben Stunden in der Schule auch Praktika in Betrieben und Besuche bei den teilnehmenden Firmen, wie Knauf, Fritsch, Leoni sowie an der Fachhochschule.

Das kam an bei der kleinen Mädchen-Gruppe. Sie haben zumindest eine Richtung gefunden, in die es für sie beruflich einmal gehen könnte – bei vielen der naturwissenschaftlich-technische Bereich, wie sich zeigte.

Be yourself: Gruppe hat sich ein eigenes Shirt entworfen

Zum offiziell abschließenden Treffen hatten die jungen Teilnehmerinnen ihre Eindrücke zusammen gefasst. "Mich hat der Beruf Technische Produktdesignerin, den ich bei der Firma Leoni kennen lernte, begeistert", sagte etwa Emilia Behr. Lara Weihprecht kann sich nun die Berufe KFZ-Mechatronikerin und Schreinerin für sich vorstellen. Amy Koch stellte dagegen fest, dass sie nach anfänglichem Interesse für den chemischen Bereich gerade den Beruf der Architektin "total cool" findet. Die Gruppe hatte im Kurs außerdem ein eigenes Shirt mit der Aufschrift "Be yourself" (Sei du selbst) entworfen.

Mit der Girls' Day Akademie will der Veranstalter, die Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft, die Begeisterung von Frauen für die MINT-Fächer, also die mathematisch-technische Sparte, bereits in jungen Jahren wecken. Gleichzeitig sollen sie auf die vielfältigen Karrierechancen in der bayerischen Metall- und Elektronikindustrie hingewiesen werden, erklärt Michael Bischof,  Geschäftsführer der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie.

Tipp der Profis: Alle Möglichkeiten im Blick haben

Mathe, Naturwissenschaft oder Technik seien nicht nur für Jungs, wie es oft heißt, man brauche auch die "Girl-Power" in dieser Sparte, so Bischof. Deswegen sei es wichtig, sie schon früh an solche Themen heran zu führen.

So rieten Pauline Ziegler vom Amt für Arbeit, Nadine Koch von Leoni oder Denise Osgore als Studentin der Informatik, sich generell in der Arbeitswelt umzublicken. Es sei auch eine Option für Mädels, eine technische Ausbildung zu machen. Das will die Realschule Dettelbach weiterhin fördern, wie es der zuständige Koordinator und Lehrer, Roman Koch, verdeutlichte.

Die erfolgreichen Absolventinnen der Girls' Day Akademie bekamen im Anschluss ein Zertifikat über ihre Teilnahme verliehen. Die gemachten Erfahrungen in Bezug auf den später möglichen Beruf dürften wohl noch wichtiger sein.