Im Sommer 2018 könnten, so eine Abschätzung des Planungsbüros, die neuen Bauplätze im Michelfelder Öchsnersweg zum Verkauf bereit stehen. Bis dahin sind aber noch einige Verfahrensschritte nötig. Am Donnerstagabend absolvierten die Stadträte mit der Behandlung der Bedenken und Anregungen der Träger öffentlicher Belange einen wichtigen dieser Schritte.

Alle beteiligt

Insgesamt 40 Träger öffentlicher Belange waren bei der Auslegung der Pläne beteiligt. Neben etlichen Hinweisen zur Planung, etwa auf bestehende Versorgungsleitungen, gab es auch größere Bedenken. So fehlt dem Amt für ländliche Entwicklung der Nachweis für den Bedarf, weiteres Bauland auszuweisen. In Michelfeld gebe es, so die Stadt, gerade mal einen Leerstand im Altort. Von den derzeit elf noch freien Bauplätzen befinden sich lediglich zwei in städtischem Besitz. Die wurden zwischenzeitlich mit Bauverpflichtung verkauft. Auf die verbleibenden neun hat die Stadt keinen Einfluss, da sie sich in Privatbesitz befinden. Die neu geplanten sieben Bauplätze sollen ein Abwandern von jungen Michelfeldern verhindern. Dass dies nötig ist, zeigen neun Interessenten für die sieben Bauplätze.

Möglichst viel Freiheit

Ein Problem, das derzeit bei vielen Bebauungsplänen in der Region diskutiert wird, thematisierte der Kreisheimatpfleger: Die „schlanken“ Bebauungspläne mit möglichst großer Freiheit für die Bauwerber. So schlägt der Kreisheimatpfleger Dachneigungen von 45 Grad vor, andere Dachformen seien „eher deplatziert und unharmonisch“. Zudem vermisst er fehlende Angaben zu Dacheindeckung, Fassadengestaltung, Einfriedungen, oder Fassadenfarben. Zwar waren diese Bedenken in der ursprünglichen Planung vorgesehen, doch wurden diese auf Wunsch des Stadtrats gestrichen, so der Planer. Welche Auswirkungen dies auf das Bild der Landschaft haben wird, dürfte wohl erst in einigen Jahren abzuschätzen sein.

Erschließungsstraße

Überzeugen ließen sich die Räte vom Vorschlag des Tiefbauplaners, die Erschließungsstraße nun doch mit einer Breite von 4,75 Metern anstelle von 4,50 Metern auszuführen.

Die Beschlüsse werden im nächsten Schritt in den Plan eingearbeitet. Da die Änderungen vor allem redaktioneller Art sind, ist eine erneute Auslegung nicht erforderlich.

Liegen die überarbeiteten Pläne vor, müssen die Räte darüber nochmals beschließen. Dann können Entwurfsplanung und Ausschreibung erfolgen.