Die Telekom will in Kürze den bestehenden Mobilfunkstandort Heinrich-Fehrer-Straße 3 mit LTE-Technik aufrüsten. Das hat sie der Stadt Kitzingen am 26. März mitgeteilt.

Im Rahmen des Bayerischen Mobilfunk-Paktes II werden die Gemeinden in die Standortsuche des Mobilfunkbetreibers eingebunden und können sich zum Beispiel durch Vorschläge von Alternativstandorten aktiv einbringen, erinnert Müller. Die Stadt Kitzingen habe bereits 2007 ein Mobilfunkkonzept verabschiedet mit dem Ziel, die möglicherweise durch Mobilfunksender verursachten Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung zu minimieren.

Konzept erarbeitet

In dem Konzept wurden bestehende Standorte funktechnisch auf ihre Notwendigkeit untersucht und gegebenenfalls Alternativstandorte vorgeschlagen, um etwa Wohngebiete weniger zu belasten, aber dennoch ausreichend mit Mobilfunk zu versorgen.
Soweit in Gemeinden solche Mobilfunkkonzepte vorliegen, sind die Mobilfunkbetreiber auch gehalten, diese bei ihren Planungen zu berücksichtigen. Insbesondere sollen bestehende Standorte - außerhalb sensibler Gebiete - gemeinsam durch die verschiedenen Betreiber genutzt werden, anstatt neue Masten zu errichten.

Dies sei nun auch der Fall bei einem neuen geplanten Senderstandort etwa 300 Meter nördlich des Kitzinger Krankenhauses durch die Firma Vodafone. Der neue Sendemast soll zirka 35 Meter hoch werden und dient als Ersatz für die im November 2012 abgebauten Antennen in der Keltenstraße.

Weiter weg vom Krankenhaus

Derzeit sind die Planungen seitens des Betreibers noch nicht abgeschlossen, so Müller. Der geplante Standort nördlich des Klinikums sei weiter vom Krankenhaus beziehungsweise dem nächstliegenden Wohngebiet abgerückt worden als im Konzept empfohlen.

Um eventuelle Sorgen von Bürgern vor einer Strahlenüberbelastung auszuräumen, werde die Stadt in Kürze eine Messung der elektromagnetischen Funkstrahlung in Auftrag geben. Das Land Bayern hat dazu bereits seit mehreren Jahren ein Förderprogramm aufgelegt, durch das Kommunen solche Messungen vor und nach Errichtung beziehungsweise Inbetriebnahme neuer Standorte durchführen lassen können. Es sei Wunsch des Arbeitskreises Mobilfunk gewesen, im Rahmen dieses Programms die geplanten Standorte "Winterleite" und nördlich des Klinikums messen zu lassen.

"Die Ergebnisse werden auch der Bevölkerung zur Verfügung gestellt und vermitteln einen Überblick, welche elektromagnetischen Strahlungen von der untersuchten Anlage ausgehen", erklärt der Oberbürgermeister. Die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte werde bereits im Vorfeld durch die zuständige Bundesnetzagentur nachgewiesen, die dem jeweiligen Betreiber für die technische Genehmigung seiner Mobilfunksendeanlage eine sogenannte "Standortbescheinigung" ausstelle.

Verschwindet der Antennenwald?

Schließlich zeichnet sich auch eine neue Situation in der Siedlung am Standort Klettenberg (Wilhelm-Högner-Haus) ab: Wie die AWO zu Jahresbeginn mitteilte, sollen die bestehenden Verträge mit den Mobilfunkbetreibern nicht verlängert werden. Dies hätte zur Folge, dass dort der "Antennenwald" verschwinden würde. In wie weit dann neue, alternative Standorte entstehen, sei derzeit noch völlig offen. red