Schlüsselfertig wird es den neuen Seinsheimer Jugendraum nicht geben. Nach dem ersten Treffen des neuen Arbeitskreises wird aus Kostengründen umgeplant. Es soll nun vieles in Eigenleistung verwirklicht werden. Der Standort ist aber fix: Das Gebäude kommt auf das Grundstück in der Spitze Weinbergstraße/Am Torhaus.

In der jüngsten Seinsheimer Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeisterin Ruth Albrecht über die Ergebnisse der Arbeitskreissitzung. Der eigentliche Jugendraum soll mit einem sichtbaren Dachstuhl errichtet werden. Über der Küche soll es eine Zwischendecke geben. Dort soll dann die Technik, wie zum Beispiel die Heizung, ihren Platz finden. Angebaut wird ein Lagerraum.

Bleibt noch die Antwort auf die für die Seinsheimer Jugend drängende Frage nach einem Winterquartier. Eine Bauwagenlösung kommt laut Ruth Albrecht wegen Corona nicht in Frage.

Da auch die Iffigheimer Jugend, bis das neue Dorfgemeinschaftshaus fertig ist, eine Übergangslösung braucht, könnten die Jugendlichen aus Iffigheim und Seinsheim gemeinsam für eine kurze Zeit das alte Schulhaus in Iffigheim nutzen. Geeignete Räume gibt es in dem Gebäude.

Gemeinderat Christian Sämann teilte mit, dass dies von Iffigheimer Seite kein Problem sei. Auch Vertreter der Seinsheimer Jugend, die an der Gemeinderatssitzung teilnahmen, signalisierten Zustimmung.

Bodenplatte wird gegossen

Ruth Albrecht setzt nun auf die Kommunikation der Jugend in den beiden Ortsteilen. Dies sei ja nur eine Übergangslösung. Noch in diesem Jahr soll auf jeden Fall die Bodenplatte für den neuen Seinsheimer Jugendraum gegossen werden. Der Raum selbst soll dann im nächsten Jahr bezugsfertig sein.

Ebenfalls im nächsten Jahr soll der schlechte Teil des Gehwegs Am Unteren Tor in Seinsheim erneuert werden. Dies hatte ein Anwohner angeregt, der im nächsten Jahr auch bei seinem Grundstück Bauarbeiten hat. Wie schon vor dem Jugendheim, soll dann der komplette Weg bis zum Ende gepflastert werden. Die Länge beträgt rund 250 Meter. Wenn dann schon gebaut wird, könnte auch gleich die Rampe für Rollstuhlfahrer am Jugendheim errichtet werden.

Für die Errichtung einer PV-Anlage "An der Hammermühle" in Wässerndorf wird ein Straßenbenutzungsvertrag geschlossen. Vor Baubeginn wird zudem der Ist-Zustand der Wege protokolliert und mit dem Zustand nach Abschluss der Maßnahme verglichen.

Eine Anwohnerin in Wässerndorf wünscht sich Tempo 30 im Ort. Die Bürgermeisterin informierte das Ratsgremium, darüber bei der Verkehrsschau mit der Polizei zu sprechen.

Entwicklungen im Weinparadies

In der Ratssitzung informierte auch die Geschäftsführerin des Weinparadieses Franken, Kerstin Kloha, über aktuelle Entwicklungen im Weinparadies. Vieles sei jedoch wegen Corona ausgefallen. Seinsheim hat am Weinparadies einen Anteil von 17 Prozent, an der Scheune 28,125 Prozent. Dementsprechend beträgt der finanzielle Beitrag der Marktgemeinde rund 15 000 Euro, für die Scheune wegen der Darlehensabzahlung sind es rund 10 600 Euro.