Seit dem Wochenende läuft die Sonderausstellung „Aufgeschlossen – Schlösser, Schlüssel und Schließtechniken aus mehr als tausend Jahren“ im Segnitzer Museum Segeum. Außerdem gab es zur Eröffnung in und um das Museum in der alten Schule diverse Aktionen zum internationalen Museumstag.

Gezeigt wird in der Sonderausstellung ein Teil der Sammlung von Erhard Greulich aus Hüttenheim, der sie über viele Jahre zusammengetragen hat. Dabei sind Exponate aus allen Richtungen zu sehen, zum Beispiel ein ägyptisches Fallriegelschloss, tierförmige orientalische Schlösser oder antike Schlüssel der Römer. Die meisten Stücke stammen aus der Gotik-, Renaissance- und Barockzeit. Aber auch modernere Schlösser mit Buchstaben- oder Zahlencode werden gezeigt.

Zu den jüngsten Vorhängeschlössern gehört ein amerikanisches Armeeschloss mit versenkbarem Bügel, das nur mit Spezialgerät zu knacken ist. Dieses und einige weitere Schlösser erläuterte Erhard Greulich während der Eröffnung. Margarethe Klein-Pfeuffer, die zu den Organisatoren der Ausstellung gehört, lobte, dass er ein Sammler sei, der „gerne den Kontakt zu gleichgesinnten sucht“. Von den komplizierten Schließsystemen sollen sich die Besucher selbst ein Bild machen, „vielleicht haben sie dann ein Schlüsselerlebnis“, meinte sie.

Im Grußwort der Gemeinde bedankte sich die zweite Bürgermeisterin Marlene Bauer für die Exponate. Der unermüdliche Einsatz habe passend zum Motto des internationalen Museumstages „Sammeln verbindet“ viele Verbindungen gebracht. Sie betonte, dass die Gemeinde für alles „aufgeschlossen“ sei.

Landtagsabgeordneter Volker Halbleib begrüßte das mustergültige Engagement in Segnitz, das kulturelle Erbe zu bewahren und ein Bildungserlebnis zu schaffen. Den Sammler Erhard Greulich bezeichnete er als Schlüsselfigur und erklärte, dass Sammeln nicht nur Menschen, sondern auch Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft verbinde.

Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von Karin Bischoff und Richard Tröge. Zum internationalen Museumstag war nicht nur das Museum geöffnet, sondern es gab zusätzlich noch verschiedene Aktionen. Unter anderem wurden handwerkliche Techniken aus der Steinzeit oder Leben und Arbeiten im frühen Mittelalter gezeigt. Auch Gerichte aus dem Mittelalter konnten probiert werden. Für die Kinder gab es eine Schatzsuche, Töpfern, Stockbrot backen oder Schmuck basteln.

Die Sonderausstellung „Aufgeschlossen“ ist noch bis 13. Juli jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen.