Der Segnitzer Gemeinderat verschloss sich in seiner Sitzung am Montag der Gründung der interkommunalen Allianz „Südliches Maindreieck“ nicht. Die Gärtnergemeinde sitzt damit auch im Boot von Städten und Gemeinden am Maindreieck zu dem Zusammenschluss, um sich auf touristischem Gebiet besser zu positionieren.

Auf mehrere Schultern verteilt und von der öffentlichen Hand bezuschusst, versprechen sich die Kommunalpolitiker eine Stärkung der touristischen Schiene. „Wir hatten Ende Januar ein zweitägiges Seminar mit Bürgermeistern“, berichtete Bürgermeister Rudolf Löhr zur beabsichtigten Gründung einer interkommunalen Allianz von zwölf Gemeinden mit dem Namen „Südliches Maindreieck“ in den Landkreisen Kitzingen und Würzburg von Segnitz bis Randersacker.

Die beteiligten Kommunen sind jetzt gefordert, Grundsatzbeschlüsse zur Gründung zu fassen, damit die Allianz im März – möglichst mit einem Staatsminister – öffentlich propagiert werden kann. Es ist angedacht, dass jede der kleineren Gemeinden einen Betrag von 49 Cent pro Einwohner pro Jahr beisteuern soll, was für Segnitz einen Betrag von 406 Euro bedeutet.

Zur Finanzierung des Verbundes trägt auch das Amt für ländliche Entwicklung über das ILEK (Integriertes ländliches Entwicklungskonzept)-Programm erheblich bei.

„Ich denke, dass das schon eine teure Angelegenheit wird“, meldete Karl-Heinz Bauer finanzielle Bedenken an. Jeder könne hochrechnen, was alleine das Personal an Kosten verursache, wenn zwei Personen fest angestellt würden. Rudolf Löhr versicherte, auf vertretbare Kosten zu achten und den Aufwand im Rahmen der gemeindlichen Möglichkeiten zu halten.

Christian Ziermann gab zu bedenken, dass Segnitz nicht mehr von Marktbreit und Ochsenfurt als „Tourismus-Werbepartner“ profitieren könne, wenn diese beiden Mitglied in der Allianz „Südliches Maindreieck“ werden. Und alleine könne sich Segnitz die Tourismuswerbung nicht leisten. Letztlich stimmte das Gremium einhellig zu, die Gründung der Allianz mit zu tragen und damit den ersten Schritt zu machen.