Die Reisewelle rollt und mit ihre die Motorräder des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). An 19 Standorten quer durch Bayern sorgen die Motorradstreifen auf den Hauptrouten der Autobahnen für die Sicherheit, leisten Erste Hilfe, und sind gefragte Lotsen, auch im Kreis Kitzingen.

Die Palette ihres Aufgabenbereiches ist breit gestreut. Angefangen von der schnellen Versorgung von Verletzten bis hin zur Betreuung von „gestrandeten“ Urlaubern sind die Helfer gefragt. Zu ihren Aufgaben, so der Kitzinger Gruppensprecher Hanns Strecker, gehört auch, erkrankte Urlauber zu einem diensthabenden Arzt in der näheren Umgebung zu lotsen, Auskünfte über Unterkünfte für ermüdete Autofahrer – oder gerade jetzt in der Hitze – Hinweise auf nahegelegene Schwimmbäder oder Baggerseen zu geben. Die Motorradfahrer sind speziell geschult.

Die Abwicklung der Einsätze erfolgt in Zusammenarbeit mit der Integrierten Rettungsleitstelle, der Autobahnpolizei, dem Technischen Hilfswerk und den Feuerwehren. Das hinter der Motorradstreife stehende Konzept komme dabei gerade in den oft engen Autobahnbaustellen hervorragend zur Geltung, denn das Einsatzmittel ist schnell und wendig.

Unterwegs ist die Motorradstreife an allen Wochenenden in der Ferienzeit des Bundes. Pro Wochenende werden, so berichtet Hanns Strecker, bis zu 40 Hilfeleistungen erbracht – an 15 Einsatzwochenenden. Bei den Streifenfahrten werden je Wochenende knapp 25 Einsatzstunden geleistet und bis zu 1000 Kilometer gefahren. Darüber hinaus werden Sanitätsdienste mit unterstützt sowie bei Großeinsätzen Lageerkundungen durchgeführt oder Lotsendienste übernommen. Die Maschine des BRK Kitzingen ist hierbei mit sechs Fahrern besetzt, die sich ihren Dienst aufteilen. Sie stammen ausnahmslos aus Bereitschaften des Landkreises Kitzingen und verrichten ihre Aufgabe ehrenamtlich.