Bereits in der letzten Sitzung des Martinsheimer Gemeinderates wurden Satzungen über ein besonderes Vorkaufsrecht für die Ortsteile Martinsheim, Enheim, Gnötzheim und Unterickelsheim beschlossen. Dieses ermöglicht der Gemeinde, falls eines der betroffenen Grundstücke verkauft wird, zuerst zu entscheiden, ob sie es kaufen will oder nicht. In der Sitzung am Montagabend in der Turnhalle der Grundschule in Martinsheim wurden nun noch weitere Flächen für Martinsheim aufgenommen.

Dabei handelt es sich um zwei noch unbebaute Grundstücke im Bebauungsplan Georg-Nagler-Straße und ein größtenteils als Biotop kartiertes Grundstück südlich dieses Bereiches. Bei den freien Bauplätzen hofft die Gemeinde dadurch einen Bauzwang beim Weiterverkauf mit aufnehmen zu können. Das Biotop könnte eventuell als Ausgleichsfläche für andere Projekte verwendet werden.

45 Personen dürfen gleichzeitig ins Becken

Bürgermeister Rainer Ott informierte außerdem, dass seit Samstag das Schwimmbad in Gnötzheim geöffnet ist. Zwar gibt es einige Einschränkungen, doch bislang seien die Rückmeldungen positiv. Zum Beispiel können die Umkleiden im Gebäude nicht genutzt werden, da diese nicht gelüftet werden können. Stattdessen gibt es Umkleidemöglichkeiten auf der Liegewiese. Auch dürfen sich maximal 45 Personen gleichzeitig im Becken aufhalten und die Gesamtzahl Personen auf dem Gelände ist auf 300 beschränkt.

Bei der Bundestagswahl in diesem Jahr wird es voraussichtlich nur ein Wahllokal geben. Es ist geplant dafür die Turnhalle der Grundschule in Martinsheim zu verwenden, erklärte der Bürgermeister. Mehrere Gemeinderäte sprachen sich gegen eine generelle Reduzierung der Wahllokale aus. Es sei zwar wegen Corona in diesem Jahr verständlich auf nur einen großen Raum auszuweichen. Man sollte jedoch für künftige Wahlen wieder dazu zurückkehren, in jedem Ortsteil ein Wahllokal anzubieten. Um Bürger zum Wählen zu animieren, seien weniger Wahllokale eher kontraproduktiv und bei der Briefwahl sei es schwieriger zu garantieren, dass diese wirklich frei und geheim durchgeführt werden kann.

Pläne für Gnötzheimer Baugebiet werden noch einmal ausgelegt

Im Baugebiet in Martinsheim wurde in der vergangenen Woche die Teer-Feinschicht aufgetragen. Dies steht in Enheim noch aus, dort wurde mit den Pflasterarbeiten begonnen. Für Gnötzheim müssen die Pläne noch einmal für zwei Wochen ausgelegt werden, bevor die Ausschreibung beginnen kann, erläuterte Rainer Ott.

An der Grundschule wird derzeit der rote Platz instand gesetzt. Dies ist ein Projekt, das bei der interkommunalen Allianz für eine Förderung eingereicht wurde.

Der Gemeinderat stimmte der Errichtung eines Bürogebäudes, einer Lager- und Abbundhalle und einer Dachverlängerung im Außenbereich von Gnötzheim zu.