Auf der Bürgerversammlung in Gnötzheim ging Bürgermeister August Hopf am Montagabend auf das vergangene Jahr in der Gemeinde ein und lieferte einen Rückblick auf seine zu Ende gehende Amtszeit. Außerdem ehrte er Gemeindearbeiter Leo Ehmann und die Bürger kamen zu Wort.

In Gnötzheim sind 2013 die Ortsdurchfahrt und der Kirchenbuck saniert worden. Letzterer war schon länger in einem schlechten Zustand, doch durch die verbesserte finanzielle Situation der Gemeinde konnte dies endlich umgesetzt werden. Für die Ortsdurchfahrt ist hingegen der Landkreis zuständig, wobei die Gemeinde die Gelegenheit nutzte, um Kanal und Leitungen zu erneuern.

Der Bürgermeister informierte zudem, dass rund 95 Prozent des von der Photovoltaikanlage in der Kläranlage Gnötzheim tagsüber erzeugten Stromes dort auch sofort wieder verbraucht werden. Die Anlage war im vergangenen Jahr installiert worden und hilft somit, die Stromkosten zu senken. Nachts muss weiterhin Strom zugekauft werden.

Während seiner zwölfjährigen Amtszeit hatte Hopf nach eigenen Angaben den Fokus auf die Verbesserung der Finanzsituation der Gemeinde und den Abbau der Schulden gelegt. Zu Beginn hatte die Verschuldung bei rund 1000 Euro pro Einwohner gelegen, mittlerweile liege man mit rund 400 Euro pro Einwohner deutlich unter dem Landesdurchschnitt von rund 700 Euro pro Einwohner. Auch heuer sei ein weiterer Abbau der Schulden geplant.

So könnten künftig mehr Projekte bewältigt werden, doch die nächsten Aufgaben stehen bereits an. So hat das Wasserwirtschaftsamt für 2015 Verbesserungen am Freibad Gnötzheim gefordert und auch an den Kläranlagen sind Arbeiten notwendig. Weiterhin sind unter anderem Sanierungen der Friedhöfe und Flurwege geplant.

Auf die Frage, ob für dieses Jahr Flurgänge geplant sind, antwortete August Hopf, dass dies derzeit nicht der Fall sei. Wegen der momentanen Rechtslage könne die Gemeinde eventuelle Kosten nicht von den Grundstücksbesitzern einfordern. Ob und wann wieder Flurgänge durchgeführt werden, sei unklar.

Des Weiteren wurde bemängelt, dass bei den Freiflächen-Photovoltaikanlagen die Wechselrichter teilweise deutlich hörbar sind. Hier soll versucht werden, ob diese anders einstellbar sind oder eventuell über einen zusätzlichen Schallschutz nachgedacht werden.

Gemeindearbeiter Leo Ehmann wurde für 25 Jahre öffentlichen Dienst (inklusive Bundeswehr-Zeit) ausgezeichnet. Im Mai 1990 hat die Gemeinde den gelernten Schlosser eingestellt und er sei aus der Gemeinde „nicht mehr wegzudenken“, lobte der Bürgermeister.