Die bereits vor zwei Jahren beschlossene Sanierung der Grund- und Mittelschule in Wiesentheid lässt weiter auf sich warten. In der Sitzung des Schulverbandes teilte der Vorsitzende, Wiesentheids Bürgermeister Klaus Köhler, mit, dass es an der Förderzusage der Regierung hänge, die noch nicht vorliegt. Erst dann können die einzelnen Gewerke ausgeschrieben werden.

Wie die bei der Verwaltungsgemeinschaft dafür zuständige Mitarbeiterin Isabell Kirchner erläuterte, habe es von Seiten der Fachbehörden immer wieder Fragen und Änderungen zu den vorgelegten Plänen gegeben. Das ziehe das Prozedere in die Länge. Die Kosten für das gesamte Projekt waren im November vergangenen Jahres auf rund 20 Millionen Euro berechnet worden. Baubeginn war im Frühjahr 2021 vorgesehen, das Schulhaus soll bei laufendem Schulbetrieb saniert werden.

Grundschule wird abgerissen

Das beauftragte Ingenieurbüro hat mit den Planungen der einzelnen Räume begonnen. Die neue Schulküche, wie auch die Fachräume für Chemie, Physik, Handarbeiten und Werken sind zumindest auf dem Papier fertig eingerichtet. Derzeit wird bereits aussortiert und umgeräumt, wo es möglich ist.

Das Verlegen der Schulküche ist zusammen mit dem Aufstocken der Mensa als erster Bauabschnitt vorgesehen. Danach wird der Trakt der Grundschule abgerissen. Als grober Zeitplan ist vorgesehen, dass die Sanierung bis 2026 fertig sein soll.

Außerdem soll eine Teilsanierung der neueren der beiden Turnhallen erfolgen. Die Kosten mussten jedoch aus dem Förderantrag gestrichen werden, weil die Regierung nur eine komplette Sanierung bezuschusst, wie VG-Mitarbeiterin Kirchner erläuterte. Diese hätte wohl weitere Millionen gekostet und sei nicht unbedingt nötig, hieß es. Als Folge votierten die Mitglieder des Schulverbands schließlich dafür, den erforderlichen neuen Boden für die Turnhalle, sowie kleinere Arbeiten, selbst zu bezahlen.

Drei Klassen ziehen nach Geiselwind um

In der Sitzung berichtete der Schulverbandsvorsitzende Köhler, dass die Mittelschule im kommenden Schuljahr um zwei Klassen wachsen werde. Das heißt, dass mindestens zwei weitere Räume benötigt werden, was angesichts der zuletzt schon beengten Situation nicht möglich sei. Hinzu kommt, dass auch die Grundschule ab September um eine Klasse wächst, wie Schulleiter Carsten Busch anmerkte.

Um das Problem zu lösen, stimmten die Mitglieder des Schulverbandes dafür, die siebte Jahrgangsstufe nach Geiselwind auszulagern. Bis zu drei Klassen werden bis Ende der Sanierung in Wiesentheid in Geiselwind untergebracht. Dieser Schritt sei sinnvoller und günstiger, als eine Lösung mit Containern in Wiesentheid zu schaffen. Zudem wäre es schwierig, einen Standort für die Container zu schaffen. Außerdem gab Köhler zu bedenken, dass an der Schule in Wiesentheid in absehbarer Zeit die Baustelle eingerichtet werde. "Wir haben genug Platz", sagte Geiselwinds Bürgermeister Ernst Nickel auf Frage nach der Situation in seiner Gemeinde. Im Schulhaus dort stünden etliche Räume leer.