Die Schützengesellschaft 1752 Prichsenstadt hatte anlässlich der Einweihung ihrer elektronischen Schießanlage zum Festakt geladen.

Als Ehrengäste konnte der 1. Schützenmeister Heinrich Strobl den 1. Bürgermeister Rene Schlehr, Pfarrer Martin Voß, Vorstand Rouven Lewandowski von der Raiffeisenbank Mainschleife-Steigerwald, sowie Abordnungen der örtlichen Vereine und der am Bau beteiligten Firmen begrüßen.

Mit den Worten "Es ist vollbracht - Die Generalinstandsetzung II. unseres Schützenhauses ist vollendet", begann der 1. Schützenmeister seine Festansprache. Heinrich Strobl wusste zu berichten, dass der Zustand des Bodens im Schießsaal sich über die Jahre stetig verschlechterte, allein die zu erwartenden hohen Kosten verhinderten ein früheres Tätigwerden.

Ein Sonderförderprogramm des Freistaates Bayern zur Sanierung und Modernisierung von Sportanlagen, über welches wir 55 Prozent Zuschuss erwarten konnten, sowie die obligatorischen zehn Prozent Zuschuss der Stadt Prichsenstadt schienen es zu ermöglichen, dieses Problem gemeinsam mit dem Einbau elektronischer Schießstände, einer neuen Heizung, sowie neuer Fenster zu lösen.

Für die Zuschuss- und Bauabwicklung wurde der 2. Schützenmeister Klaus Linz zum Baukoordinator ernannt. Ihm galt dann auch der besondere Dank für die geleistete Arbeit.

Über 900 Stunden ehrenamtlicher Arbeit sowie knapp 90.000 Euro an Baukosten lassen das energetisch sanierte und sportlich auf den Stand der Zeit gebrachte Schützenhaus in neuem Glanz erscheinen.

Seine Enttäuschung über das mangelnde Interesse des Stadtrates an dem heutigen Tag brachte der 1. Schützenmeister zum Ausdruck. Neben dem Bürgermeister haben es gerade mal zwei weitere Stadträte geschafft, sich über das sanierte Vereinsgebäude und das neue sportliche Angebot zu informieren.

Im Anschluss an diese Worte folgten die Grußworte des 1. Bürgermeisters Rene Schlehr, der Vertreter der Vereine und von Rouven Lewandowski, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Mainschleife-Steigerwald.

Herr Lewandowski gab zur Kenntnis, dass die Raiffeisenbank den Beschluss gefasst habe, der Schützengesellschaft Prichsenstadt eine Spende zukommen zu lassen. Daher übergab Herr Lewandowski dem Schützenmeister einen Spendenscheck über 1000 Euro.

Anschließend begab man sich in den Saal, wo Pfarrer Martin Voß die Segnung des Schießraumes vornahm.

In seiner Predigt stellte Pfarrer Voß die Frage, ob ein Schießraum segenswert sei. Er verwies dabei auf die Historie der Schützenvereine über Militär und Bürgerwehren. Pfarrer Voß betonte, dass niemals die Waffen gesegnet werden, sondern die Menschen, die verantwortungsvoll damit umgehen.

Danach schloss Schützenmeister Strobl den Festakt mit dem Hinweis, daß die neue Schießanlage für alle freigegeben wird.

Von: Michael Ott (Schriftführer, Schützengesellschaft Prichsenstadt)