Insgesamt vier positive Corona-Fälle hat es vergangene Woche am Gymnasium in Wiesentheid gegeben. Betroffen waren drei Schüler und ein Lehrer. Im Artikel dieser Redaktion, der sich auf einen Hinweis aus der Schule stützte, hieß es, bei den Schülern gehe deshalb die "Angst um das Abitur“ um. Schüler der zwölften Jahrgangsstufe würden um ihre Abschlussprüfungen fürchten. Dieser Darstellung widerspricht nun Schülersprecher Josef Ateah in einer Stellungnahme an die Redaktion.

"Als diesjähriger Abiturient möchte ich mich, im Namen der zwölften Jahrgangsstufe, klar von den Aussagen distanzieren", schreibt Ateah in einer Mail. Er verweist auf das "funktionierende Hygienekonzept im Schul- und Internatsgebäude" und das "vorbildliche Einhalten der Vorschriften aller Schüler und Lehrkräfte". Angesichts der dreimal in der Woche durchgeführten Schnelltests sei die "einzige Angst der Abiturienten die Prüfungsangst".

Nicht nur im Schulalltag, auch in der Öffentlichkeit solle man darauf vorbereitet sein, Kontaktperson einer Covid-19-infizierten Person zu sein. "Auch die Behauptung, dass die Schule lange keine Informationen an die Schüler weitergab, kann ich nicht bestätigen", teilt Ateah mit. Unmittelbar nachdem das Gesundheitsamt über die mit Corona infizierten Personen informiert hatte, seien alle Schülerinnen und Schüler dazu angehalten worden, dem "strikten Hygienekonzept" zu folgen. Es sei nur selbstverständlich, dass aufgrund der Datenschutzrichtlinie keine Namen der Infizierten bekannt wurden.

Der Schülersprecher schreibt abschließend: "Die sehr provokante Behauptung, dass man 'Angst um das Abitur' hätte, kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Im Gegenteil, aufgrund der hervorragenden Vorbereitung aller Lehrkräfte können wir Wiesentheider Abiturienten nur zuversichtlich in die Abiturprüfungen gehen."