Zunächst erhielt eine 64-Jährige aus Kitzingen gegen 16 Uhr den Anruf eines angeblichen Anwalts. Dieser erklärte ihr, dass ihre Tochter einen Unfall gehabt hätte und nun eine große Summe Bargeld für die Operation nötig sei. Nur wenig später versuchten es die Betrüger erneut. Diesmal klingelte das Telefon um 16.30 Uhr bei einer 77-jährigen Kitzingerin. Der Anrufer gab sich als deren Enkel aus und erzählte, dass er ein kleines Mädchen verletzt hätte und ein Anwalt nun mehrere Tausend Euro für die Operation des Kindes fordern würde. Auch zwei weiteren Senioren wurde eine ähnliche Lügengeschichte aufgetischt. Alle Angerufenen legten aber kurzerhand auf.

Mit der gleichen Masche probierten es die Anrufer kurz darauf auch in Würzburg. Die 48-Jährige aus dem Stadtteil Heuchelhof roch aber den Braten und rief kurzerhand auf dem Handy ihres angeblich verunglückten Sohnes an.
Nachdem sich dieser wohlbehalten meldete, wollte sie den Anrufer zur Rede stellen. Der Mann hatte aber bereits aufgelegt.

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt noch einmal ausdrücklich vor dieser Art von Trickbetrügern und gibt folgende Ratschläge: Besprechen Sie dieses Thema mit Ihren älteren Verwandten und sensibilisieren sie diese hinsichtlich solcher Anrufe; seien Sie misstrauisch, wenn Personen am Telefon hohe Geldbeträge von Ihnen fordern; Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis; Rufen Sie die übliche Nummer des Verwandten an; Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht persönlich kennen; Verständigen Sie sofort über den Notruf "110" die Polizei. pol