Keine leichte Hauptversammlung für den 1. FCN-Fanclub in Dettelbach: Der plötzliche Tod des Vorsitzenden Gerald Göb im Dezember hatte alle Mitglieder sehr schockiert. Eigentlich sollte die Jahreshauptversammlung des 1. FCN-Fanclub Weinfranken an diesem Wochenende in gewohnt stimmungsvoller Atmosphäre stattfinden, doch diesmal war es anders.

Der Schock sitzt tief

„Der Schock sitzt noch tief“, so der stellvertretende Vorsitzende Sebastian Hammer am Freitag. Dennoch hatte der Rest des Vorstands die Mitglieder in die Gaststätte „Bacchus“ nach Dettelbach eingeladen und es kamen so viele Teilnehmer, dass der Platz in dem Lokal fast nicht ausgereicht hat. Zuvor fanden sich die Club-Fans in der Dettelbacher Pfarrkirche ein, wo Pfarrer Johannes Messerer, der selbst ein Mitglied des Fanclubs ist, einen Gottesdienst abhielt. Hier wurde des Verstorbenen und insbesondere des „Präsi“, wie Gerald Göb genannt wurde, gedacht. Am 19. Dezember war er im Alter von 46 Jahren überraschend gestorben. Der erste Plan der Vereinsführung, eine neue Führungsriege zu wählen, wurde wieder fallen gelassen. „Unser Präsident fehlt halt an allen Ecken und Enden“, sagte Hammer.

Er berichtete , dass Gerald Göb ein exzellentes Organisationstalent war, alle Termine im Kopf hatte und alle Mitglieder für irgendwelche Aufgaben sofort gewinnen konnte.

Es braucht seine Zeit

„Wir brauchen noch etwas Zeit“, bat Schriftführer Franz Körber um Verständnis. Spätestens in einem knappen halben Jahr wolle man die Mitglieder erneut zusammenrufen, um die Neuwahlen anzugehen. Bis dahin bleibt ein Dreierteam, bestehend aus dem stellvertretenden Vorsitzenden Sebastian Hammer, dem Kassier Robert Degen und dem Schriftführer Franz Körber an der Vereinsspitze.

Plan steht bis zum Sommer

„Aufgeben gibt es nicht“, appellierte das Team ganz klar. Schließlich ist der Verein mit knapp über 1000 Mitgliedern der größte Fan-Club des Nürnberger Fußballvereines und außerdem müssten die Gedanken des Verstorbenen weitergeführt werden. „Das ist eine Verpflichtung, der wir uns nicht entziehen können“, signalisierte Sebastian Hammer den Mitgliedern – und: „Das Vereinsleben geht im gewohnten Gang weiter.

“ Bis zum Sommer steht das Programm, das neben den Besuchen der Fußballspiele des 1.FCN auch eine Skifreizeit, einen Ausflug in das Altmühltal und noch weitere Veranstaltungen beinhaltet. „Was jetzt wichtig ist, sei verantwortliche Mitglieder zu finden, die gemeinsam mit dem Vorstand die Verantwortung für den Verein übernehmen“, plädierte der Vorsitzende in seiner Rede.

Zwei Neue

Am Schluss der Veranstaltung gab es noch ein rührende Geschichte: Kassier Robert Degen legte Aufnahmegesuche von zwei neuen Mitgliedern vor, die aus dem Kreis Haßberge kommen. Diese Schreiben erreichten erst vor wenigen Tagen den Verein. Grund für den Beitrag, dass diese Neumitglieder bei einem Treffen mit Gerald Göb im Dezember des letzten Jahres diesem versprochen hatten, Mitglied in „seinem“ Verein zu werden.