Böse Überraschung für die Gemeinderäte in Obernbreit in ihrer Sitzung am Mittwochabend: Die Sanierung des Fußgängerstegs über den Breitbach von der Pröschelswiese auf die Insel wird teuer. Sogar sehr teuer, wie ein erster Entwurf des beauftragten Ingenieurbüros ausweist: Anstelle der im Haushalt veranschlagten 30 000 Euro könnten am Ende über 80 000 Euro auf der Rechnung stehen.

Allerdings gibt es für das viele Geld dann auch mehr als einen hölzernen Steg auf die Insel: Zwei Meter breit soll die neue Stahlkonstruktion werden, da kann dann auch schon mal der Bauhof drüber fahren. Wartungsärmer und pflegeleichter als Holz und auch langlebiger wird sie sein, so das Versprechen von Christian Horn. Einigen Räten gefiel’s, anderen war’s zu wuchtig und zu teuer. Jetzt prüft das Büro die Kosten für eine nur 1,5 Meter breite Brücke, für anderes Material, etwa glasfaserverstärkten Kunststoff und nach einer Eingebung von Christian Küster wird auch das Wasserwirtschaftsamt um Stellungnahme gebeten. Der derzeit geschlossene Steg soll notdürftig instand gesetzt werden, um in der Zeit bis zu einem Neubau die Insel erreichbar zu machen.

Sanierung der Gartenstraße

Nach Einarbeitung von Änderungswünschen der Anlieger und der Regierung von Unterfranken in die Pläne kann die Sanierung der Gartenstraße nun in die nächste Phase gehen: Einstimmig beschlossen die Räte, die Verwaltung zu beauftragen, die Förderanträge für das gut 800 000 Euro teure Projekt zu stellen und die weiteren Schritte einzuleiten.

Weil die beiden Garagen direkt an der Straße liegen, lehnten die Räten ein Bauvorhaben im Karl-Ludwig-Weg erneut ab. Auch wenn das Gremium in seiner Juni-Sitzung den Stauraum von drei auf zwei Meter reduziert hatte, beharrte der Bauwerber auf seinem Plan. Ob die gewünschten Abweichungen genehmigt werden, entscheidet das Landratsamt.

Ohne Gegenstimmen und Diskussion verabschiedete das Ratsgremium seine neue Geschäftsordnung. In ihr sind die Gemeindeorgane und ihre Aufgaben ebenso geregelt, wie der "Geschäftsgang" der Ratssitzungen. Neu aufgenommen ist ein Ratsinformationssystem, das Einladungen zu Sitzung und die Präsentation von Unterlagen, etwa Beschlussvorlagen für die Räte, digital ermöglicht und damit auch in Papierform überflüssig macht. Die Einführung des Systems soll, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen sind, noch in diesem Jahr erfolgen.

Bernhard Brückner wird zum Altbürgermeister ernannt. Diesen Gemeinderatsbeschluss gab Bürgermeisterin Susanne Knof bekannt. Die Verleihung des Titels erfolgt dann, wenn wieder die Bevölkerung mit einbezogen werden kann.