Ganz zufrieden äußerte sich Schwarzachs Bürgermeister Volker Schmitt in der Sitzung des Gemeinderates über den Fortschritt bei der Generalsanierung der Grundschule. "Wir liegen etwa drei Wochen hinter der Planung, aber noch im Soll. Ich glaube, wir haben den richtigen Zeitpunkt erwischt", meinte Schmitt beim Blick auf die eingegangenen Angebote für manches Gewerk. Dabei konnte einiges unter der im Vorfeld geschätzten Summe vergeben werden.

Wie Schmitt berichtete, stehe der Rohbau so ziemlich. Das Flachdach sei fertig betoniert, bis Ende Oktober erfolge der Einbau der Fenster. Momentan werden die elektrischen Leitungen verlegt. Der Unterricht läuft in den daneben aufgestellten Containern.

2022 soll die Schule fertig sein

Die Sanierung der 1965 erbauten Schule war auf Kosten von rund zehn Millionen Euro kalkuliert worden. Rund sechs Millionen Euro muss die Gemeinde berappen, der Rest wird über Zuschüsse bezahlt. Baubeginn war Anfang des Jahres, bis nach den Sommerferien 2022 soll das neue Gebäude bezugsfertig sein.

Für diese, wie auch für seine Kindergärten, wird der Markt Schwarzach mobile Luftreinigungsgeräte anschaffen. Das legte der Gemeinderat in seiner Sitzung fest. Alle kleineren Zimmer und Räume sollen mit den Geräten zur Luftreinigung ausgestattet werden. Die Verwaltung wird in diesen Tagen die Ausschreibung heraus geben, dann die eingehenden Angebote prüfen, ob sie förderfähig sind. Kämmerer Martin Pfriem, der den Punkt zunächst vorstellte, rechnet damit, dass die Geräte bis Ende Oktober verfügbar sind. Dann sollen sie aufgestellt werden.

Neubau hat Lüftungsanlage

Pfriem hatte zunächst darauf hingewiesen, dass das Thema in anderen Gemeinden kontrovers gesehen werde. Dort hieß es, dass die Luft nur gefiltert und nicht gereinigt werde. In der Ratssitzung sprach Bürgermeister Volker Schmitt davon, dass Erwartungen von Seiten der Eltern, sowie den Einrichtungen an die Gemeinde bestünden, solche Anlagen zu installieren. Die Reinigungsgeräte ersetzten jedoch das regelmäßige Lüften durch Öffnen der Fenster nicht, gab er die Meinung von Fachleuten wider.

Die Geräte für die Klassenzimmer der Schule, die derzeit wegen des Neubaus in Containern sind, würden lediglich für ein halbes Jahr dort gebraucht. Das neue Schulgebäude besitze eine entsprechende Lüftungsanlage für die Klassenzimmer. Nach dem Umzug würde man die Geräte in den Räumen aufstellen, die keine Anlage erhalten, wie etwa das Lehrerzimmer, oder die Mittagsbetreuung.

Die Anschaffung der Luftreinigungsgeräte wird durch ein Förderprogramm des Freistaats unterstützt, das beim Kau bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten übernimmt. Laufende Kosten für Strom, Wartung oder neue Filter werden nicht gefördert.

Die Kosten seien wegen der momentan großen Nachfrage schwierig einzuschätzen, sagte Kämmerer Pfriem. Er gehe von einem Eigenanteil von rund 56 000 Euro aus. Im Gemeinderat wurde nach dem Geräuschpegel der Reinigungsgeräte gefragt, die aktuell bereits im Einsatz sind. Laut Aussage von Lehrkräften störe das kaum bis gar nicht im Unterricht. Das Gremium plädierte einhellig für die Anschaffung.