Zum geplanten Abbau von Sand auf einer Fläche im Norden Rüdenhausens wird die Gemeinde ihren bestehenden Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Nord nicht ändern. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung, dass man den Abbau als Ausnahme billigen wird. Gleichzeitig werden mit dem Unternehmen Vereinbarungen getroffen, die unter anderem die Erschließung der Fläche und die Nachnutzung reglementieren.

Die 2,5 Hektar große Fläche ist noch in Privatbesitz und soll später als Erweiterung für ein Gewerbegebiet dienen. Bürgermeister Gerhard Ackermann gab zu bedenken, dass eine Änderung des Bebauungsplanes den Beginn der Ausbeute und damit die angestrebte nachfolgende Erschließung des Grundstücks verzögern würde. Das nutze weder dem Unternehmer noch der Gemeinde, deswegen einigte man sich auf diesen Weg.

Unternehmer Steffen Beuerlein aus Volkach stimmte in der Sitzung einigen Punkten zu. Unter anderem werde man die Betriebszeiten auf 7 bis 20 Uhr begrenzen. Das Unternehmen verpflichte sich für eine "ordnungsgemäße Auffüllung sowie Verdichtung für eine Nachnutzung der Fläche", heißt es in der Vorlage.

Sechs Jahre lang Sandabbau

Für einen Zeitraum von sechs Jahren will die Firma Beuerlein dort Sand ausbeuten. Steffen Beuerlein erläuterte in der Sitzung, dass man so schnell als möglich beginnen wolle. Es könne sein, dass man das Ganze bereits früher abschließe.

Das wäre im Sinne der Gemeinde. "Für uns ist es interessant, das sich dort Gewerbe ansiedelt. Der Abbau ist nur eine Zwischenetappe, man sollte zügig beginnen, sonst wird es 2030, bis das Gewerbegebiet kommt", fasste es Gemeinderat Martin lang zusammen.

In der Sitzung wurde außerdem ein Antrag zum Erwerb von ausgebauten Muschelkalk-Pflastersteinen behandelt. Die Gemeinde hat im Zuge der Dorferneuerung einige übrig. Ein auswärtiger Interessent würde zehn Euro pro Quadratmeter bezahlen, teilte Bürgermeister Ackermann mit. Das Gremium entschied, dass man vorerst nichts verkaufen werde. Ratsmitglied Stefan Spangler wand ein, dass der genannte Preis zu niedrig sei.