"Was? WIR haben einen Brief bekommen?" Die Schüler*innen der 5. und 6. Klassen der Realschule und des Gymnasiums des FLSH Schloss Gaibach waren ganz begeistert über diese besondere Einladung und staunten nicht schlecht, dass ihre Deutschlehrer*innen ihnen einen Brief von Christine Schöll vorlasen.

Am Montag, 21. März, konnten sie sich dann darüber freuen, sie persönlich im Konstitutionssaal begrüßen zu dürfen, wo sie ihnen die Tradition des freien Erzählens näherbringen konnte. Die Veranstaltung stand in Zusammenhang mit dem internationalen Weltgeschichtentag, der die Möglichkeit bietet, Geschichten zu teilen, um sich gemeinsam am Reichtum der Sprache zu erfreuen. Das freie Erzählen, das Geschichten und Bilder in den Köpfen von Menschen lebendig werden lassen kann, wurde aufgrund seiner hohen Bedeutung von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe ernannt. Tief beeindruckt erfuhren die Kinder von Christine Schöll, dass all ihre Geschichten spontan entstehen und daher jede Erzählung stets wieder neu erfunden wird. Besonders interessant ist dabei auch, dass die Geschichte die Erzählerin findet und nicht andersherum. Schließlich muss man sich mit den Geschichten, die man erzählt, auch wohlfühlen, so die Erklärung von Schöll.

Und welche Geschichten waren das nun? In einer gemeinsamen Stunde hörten die Kinder den ganz persönlich interpretierten kleinen Schwank aus dem Irak, zwei Geschichten aus der Sammlung der Brüder Grimm und ein Märchen aus Polen. Dazu brachte die Erzählerin sogar ein Lied mit, das extra dafür geschrieben wurde. Die Kinder hatten so sicherlich sehr viel zuhause zu erzählen und auch hier waren es bestimmt ihre ganz eigenen Geschichten.

Von: Franziska Matzat (Lehrkraft am Franken-Landschulheim Schloss Gaibach)