Es geht voran mit den Baugebieten in den Wiesentheider Ortsteilen Feuerbach und Reupelsdorf. In seiner Sitzung brachte der Wiesentheider Gemeinderat die Bebauungspläne nun auf den Weg, so dass als nächstes die öffentliche Auslegung erfolgen kann. Läuft alles nach Plan, könnte die Erschließung der Flächen wohl ab Mitte diesen Jahres beginnen.

Bürgermeister Klaus Köhler zeigte sich erleichtert, nachdem die Gemeinde eineinhalb Jahre wegen ständiger Änderungen und Auflagen warten musste. Unter anderem wurde auf den Flächen gleich zweimal eine sogenannte artenschutzrechtliche Prüfung gemacht. Vereinfacht gesagt wird dabei von Seiten der Naturschutzbehörde geprüft, ob und welche geschützten Tier- und Pflanzenarten auf den Flächen vorkommen. Das ist jeweils nur zu gewissen Zeiten im Jahr möglich.

Diskussion über Zaun um Regenrückhaltebecken

In Reupelsdorf entstehen im Gebiet "Weichseläcker" am Ortsrand in Richtung Wiesentheid 22 Bauplätze. Diskutiert wurde im Rat über das im Süden, zum ehemaligen Sportplatz hin vorgesehene Regenrückhaltebecken. Dieser Standort sei laut Planer der günstigste Platz, das Wasserwirtschaftsamt habe eine Einzäunung gefordert.

Das passte Wolfgang Stöcker und Otto Hünnerkopf überhaupt nicht, es gebe Gemeinden, wie Schwarzach, wo solche Anlagen ohne Zaun stünden. Dagegen votierte Georg Stürmer für einen Zaun, aus Gründen der Sicherheit für Kinder, schließlich handle es sich um ein Wohngebiet. Bürgermeister Köhler will prüfen lassen, ob eine Einzäunung verbindlich ist.

Zudem votierten er und das Gremium dafür, das gesamte Gebiet in einem zu erschließen. Die Nachfrage sei da, wie auch im Ortsteil Feuerbach, hieß es. Im dortigen Gebiet "Baumäcker" entstehen zwischen der Bahnlinie und der Straße nach Rüdenhausen 14 Plätze. Festgelegt wurde dazu, dass ein Wirtschaftsweg entlang eines Grabens im nördlichen Teil mit einer Breite von drei Metern belassen wird. Vier Meter Breite erschien den Räten zu viel.

Derzeit brisante Themen der Gemeinde wurden nicht angesprochen

Außerdem informierte Bürgermeister Köhler in der Sitzung, dass die Bauarbeiten am Schlossplatz erst im Februar, anstatt, wie zunächst festgelegt, im Januar beginnen werden. Die Baufirma habe den Zeitpunkt ohne Angabe von Gründen verschoben. Der Baubeginn für den Anbau des Rathauses verschiebe sich ebenso, weil die dazu wegen des dort verlaufenden Baches erforderliche wasserrechtliche Genehmigung noch nicht erteilt wurde.

Außen vor blieben in der Ratssitzung auch die beiden derzeit brisanten Themen im Markt, die Frage der Umbenennung der Nikolaus-Fey-Straße sowie der Standort für den neuen Kindergarten. Zu beiden dürfte es in der nächsten Sitzung Neues geben. Im Februar will Bürgermeister Köhler auch das Thema Hochwasserschutz auf die Tagesordnung nehmen.