„Sie beide haben den Kindern nicht nur das Fußballspielen beigebracht, sondern ihnen auch Fairness, Kameradschaft und Teamgeist gelehrt“, lobte Laudator Andreas Moser am Feiertag der Deutschen Einheit die beiden Jugendfußballtrainer Horst Held und Burkhard Straßberger. Sie wurden mit dem Dr.-Erwin-Rumpel-Gedächtnispreis der Kitzinger CSU-Stadtratsfraktion auszeichnete. Der Preis wird jährlich von der CSU-Stadtratsfraktion in Gedenken an den tragisch verstorbenen ehemaligen Kitzinger CSU-Oberbürgermeister (1991-1997) vergeben.

Vorbildrollen

Beide hätten über mehrere Jahrzehnte hinweg Vorbildrollen in ihren Vereinen eingenommen und sich „im Prinzip als unbezahlte Sozialarbeiter“, so Andreas Moser, erwiesen und ihren Schützlingen Respekt vor anderen vorgelebt.

Horst Held habe schon mit 21 Jahren sein erstes Ehrenamt beim Siedlungssportverein (SSV) übernommen und mit Herz und Leidenschaft fast 40 Jahre dort die Jugendarbeit geprägt. Nur zwei Jahre später war er als Jugendleiter in die großen Fußstapfen getreten, die damals Kurt Fischer hinterlassen hatte.

Horst Held habe es geschafft, die Kinder für den Mannschaftssport zu begeistern und sich Jahrzehnte mit großem persönlichem Einsatz in den Dienst seines SSV gestellt. Er war der Initiator des großen Zeltlagers in Burghaslach, das die Siedler 25 Jahre für die Kinder und Jugendlichen organisiert hatten.

Burkhard Straßberger begann im Jahr 1972 als Siebenjähriger das Fußballspielen bei der Fußballvereinigung Bayern Kitzingen. Er wurde einst von Klaus Rügamer unter seine Fittiche genommen, trat dann dessen Erbe an und wirkte über 30 Jahren als Jugendleiter bei den Bayern. Burkhard Straßberger selbst war ein guter Bezirksliga- und Landesliga-Fußballer, der seine Freizeit für die Jugendarbeit bei den Kitzinger Bayern opferte. Noch heute schwärmen manche von Ausflügen nach Hamburg oder Barcelona.

In die Bresche gesprungen

Burkhard Straßberger stieg 1994 zum Sportleiter der Bayern auf und zusätzlich sprang er mehrmals als Trainer für die erste Mannschaft in die Bresche, wie zuletzt vor ein paar Wochen, als er sich erneut der Verantwortung stellte.

Beide Preisträger bedauern, dass sich der Faktor Zeit von früher zu heute markant verändert habe. In Zeiten von G 8 am Gymnasium, der technischen Reizüberflutung und einem riesigen Freizeitangebot neben dem Fußball hätten es die Nachwuchstrainer schwer – und die Kids auch nicht leicht, zeitlich alles unter einen Hut zu bekommen.

Sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen, statt eigenwillig aufzutreten, das war den Preisträgern seit jeher wichtig. CSU-Fraktionsvorsitzender Andreas Moser lobte auch die Frauen der Preisträger, die viel Verständnis gezeigt und oft mit angepackt hatten, wenn wieder einmal eine Veranstaltung anstand.

„Sie beide sind herausragende Persönlichkeiten und würdige Preisträger“ befand Andreas Moser und löste damit anhaltenden Beifall in der Rathaushalle aus. Horst Held empfand es als besondere Auszeichnung, da ihm Erwin Rumpel ein Freund gewesen sei und sein Sohn Florian Rumpel heute noch beim SSV spiele.

Burkhard Straßberger und Horst Held dankten ihren Ehefrauen Anette Straßberger und Angela Held für ihre große Unterstützung und Andreas Moser unterstrich den Dank mit Blumensträußen. Ebenso mit Blumen bedachte Andreas Moser die Witwe von Erwin Rumpel, Sieglinde Rumpel.

Das Wirken im Ehrenamt

„Mit der Preisverleihung wollen wir die Aufmerksamkeit auf das Wirken im Ehrenamt lenken“, meinte Andreas Moser. Mit der Blickrichtung auf den CSU-Landtagsabgeordneten Otto Hünnerkopf sagte der Fraktionsvorsitzende, „dass die Verantwortlichen in der Landespolitik überlegen sollten, den Vereinssport generell stärker zu fördern“.

CSU-Ortsverbandsvorsitzender und Bürgermeister Stefan Güntner begrüßte die Gäste zur 20. Verleihung der Preisverleihung für Personen und Vereine im kulturellen, sozialen und sportlichen Bereich. „Ich danke meinen Fraktionskollegen, das sie meinem Vorschlag einstimmig gefolgt sind“, sagte Güntner.