Der Haushalt des Marktes Rüdenhausen für 2022 ist beschlossene Sache. In der Sitzung des Gemeinderates verabschiedeten die Räte das fast 4,3  Millionen Euro umfassende Zahlenwerk einstimmig.

Im Plan enthalten ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 794 240 Euro, die für den Fall nötig wäre, wenn alle Projekte realisiert würden, die im Etat vorgesehen sind. Der Kredit kann bis 2024 in Anspruch genommen werden.

Im einzelnen umfasst der Verwaltungshaushalt mit fast 1,72 Millionen Euro annähernd den gleichen Betrag, wie im Vorjahr. Dagegen stieg der Vermögenshaushalt auf knapp 2,58 Millionen Euro. Das sind 27,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Grund für den Anstieg ist, dass die Gemeinde für die Erschließung der beiden Gewerbegebiete (843 912 Euro) sowie für die Dorferneuerung (416 148 Euro), viel Geld aufwendet. Beides sind lange geplante Vorhaben.

Jeder Einwohner hat im Schnitt 1266 Euro Schulden

Der zweite Bürgermeister Karl-Heinz Rebitzer, der diesmal Bürgermeister Gerhard Ackermann vertrat, trug vor, dass die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt 101 476 Euro beträgt. Der Schuldenstand der Gemeinde beläuft sich auf 374 020 Euro, dazu kommt die Aufnahme des Kredits. Damit beläuft sich die Pro-Kopf-Verschuldung der 890 Einwohner zählenden Gemeinde auf 1266 Euro. Die Steuerkraft Rüdenhausens beträgt 570 Euro pro Einwohner. Die Gemeinde belegt damit Rang 29 der 31 Kommunen im Landkreis.

In ihrer Erläuterung bezeichnete die in der Verwaltungsgemeinschaft zuständige Kämmerin Christine Volk das Zahlenwerk als "konstant in vielen Dingen." Das gelte für die Steuersätze, die bei der Grundsteuer A und B seit Jahren bei 300 Prozent liegen, wie auch für die Gewerbesteuer mit 320 Prozent.

Das meiste Geld kommt aus den Schlüsselzuweisungen

Wichtigste Einnahmen Rüdenhausens sind die staatlichen Schlüsselzuweisungen mit 445 788 Euro, sowie die Beteiligung der Gemeinde an der Einkommens- und Umsatzsteuer in Höhe von 446 031 Euro. Beinahe gewohnt niedrig bleibt dagegen die Gewerbesteuer, für die 65 000 Euro kalkuliert sind.

Auf der Ausgabenseite bilden die Kreisumlage (374 744 Euro), die Umlagen an die VG (139 730 Euro), den Schulverband (68 400 Euro), sowie der gemeindliche Zuschuss an den Kindergarten (140 000 Euro), die größten Posten.

An Investitionen im Hochbau sind im Haushalt: Sanierung Pfarrhaus 150 000 Euro, Gefrierhäuschen 30 000 Euro, Bauhof 20 000 Euro, Renovierung Rathaus 20 000 Euro. Beim Tiefbau sind im Plan: Gewerbegebiete 843 912 Euro, Dorferneuerung 416 148 Euro, Erschließung Garten- und Lerchenstraße 184 488 Euro, Hochwasserkonzept 160 000 Euro, Ausbau DSL-Netz 35 000 Euro.