Mit gebremstem Optimismus darf Rüdenhausen jetzt auf die schon seit rund 40 Jahren angedachten Umgehungs-Pläne schauen: Bei der Straßenbaukonferenz in Würzburg war die rund 2,9 Kilometer lange Entlastungsstraße unter den Projekten, die dieses Jahr angepackt werden sollen – aber nach bisherigem Stand nur als Planung.

Der Haken ist – wie üblich – das Geld: Obwohl Rüdenhausen seit gut zwei Jahren Baurecht hat und im Staatsstraßenausbauplan mit höchster Dringlichkeit verzeichnet ist, ist die Finanzierung des rund 6,4 Millionen Euro teuren Projekts nicht geklärt. „Wir warten auf grünes Licht“, erklärte jetzt Stefan Weiskopf vom Staatlichen Bauamt Würzburg. Derzeit werde die Ausschreibung für die Umgehung vorbereitet.

Wenn der Freistaat per Geldspritze den Startschuss für die Entlastungsstraße gibt, könnten die Arbeiten laut Weißkopf noch in diesem Jahr beginnen. Der für den Landkreis Kitzingen zuständige Abteilungsleiter geht von einer mindestens zweijährigen Bauzeit aus. Dabei werde – nach dem Modell der Biebelrieder Ortsumgehung – mit den Bauwerken begonnen: zwei größere und eine kleine Brücke. Was Rüdenhausen bei seinem Umgehungs-Wunsch helfen könnte: Innenstaatssekretär Gerhard Eck steht bei den Bürgern im Wort, was den Baubeginn angeht. Bei der Eröffnung eines Radwegs in Wiesentheid hatte Eck erklärt, dass der Baubeginn für das erste Teilstück der Umfahrung „2012, allerspätestens 2013“ erfolgen solle.

Das wäre den Rüdenhäusern auch zu gönnen. Seit 40 Jahren ist die Umgehung im Gespräch, vor rund zehn Jahren hatte die Oberste Baubehörde den Weg für die Planung freigemacht – nach einer Reihe von Unfällen.