Der Besuch der Sternsinger ist beim Neujahrsempfang am 6. Januar in Mainbernheim fast schon Tradition. Unter dem Motto: „Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit!“ sammelten sie im Ratssaal Spenden. Im Blick standen auch einige Mainbernheimer – stellvertretend für viele andere – die sich in besonderem Maße engagierten oder die Stadt als Botschafter nach außen vertraten. Bürgermeister Peter Kraus zeigte in seiner Bilanz des Jahres 2017 eine in vielen Punkten positive Entwicklung der Stadt auf.

Als besonders schwerwiegendes negatives Ereignis bezeichnete er die angekündigte Werksschließung der Firma Bärenschmidt zum 28. Februar, von der mehr als 90 Arbeitskräfte betroffen seien. Die Schließung sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwartet worden und könne negative Auswirkungen auf die zukünftige Entwicklung der Stadt haben.

Herausragende Projekte

Beim Blick über den Tellerrand blickte Kraus in Anbetracht der politischen Lage und der gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland mit Sorge und Skepsis in die Zukunft. Hinsichtlich der letzten Bundestagswahlen und des allgemeinen Rechtsrucks in Europa meinte er: „Auch bei uns haben am 24. September des vergangenen Jahres nicht nur Protestwähler ihr Kreuz bei der AfD gemacht…“ Das Bild helle sich auch über den nationalen Horizont hinaus nicht auf: „Wir fragen uns vielmehr, wo die verlässlichen Partner auf dem europäischen und dem internationalen Parkett geblieben sind.“

Als herausragende Projekte, die 2017 in Mainbernheim umgesetzt wurden, nannte der Bürgermeister den Ausbau des Holzgrabens, den barrierefreien Ausbau des Wegs entlang des evangelischen Gemeindehauses bis zur Büttnergasse, den Bau des Mehrfamilienhauses am Kirchplatz sowie Sanierungsmaßnahmen von Privatpersonen, die ebenfalls zur Aufwertung des Stadtbildes beigetragen hätten.

Erfreulich seien auch die in Rekordzeit von fünf Monaten umgesetzte Kindergartenerweiterung und die Ausweisung des Baugebietes „Am Langwasen“.

Viele Geehrte

Bei seiner Ehrung stellte Kraus Menschen heraus, die mit guten Ideen und ihrem Einsatz konsequent ihre Ziele verfolgen und zum Wohl der Stadt beitragen: Kreishandwerksmeisterin Monika Henneberger, Franz Lindenthal (20 Jahre OGV-Vorsitzender), Petra Kronwitter sowie Marion und Eugen Reifenscheid (Traditions-Pferdehof), Ingeborg Wolf und Altbürgermeister Karl Wolf (Idee Rügerrieth-Glocke), Heinrich Klausnitzer (20 Jahre VdK-Sammlungen), Manfred Spiegel (50 Mal Blutspende), Manfred und Gunda Fuchs (40 Jahre Lebensmittelladen), Ute Rauschenbach und Dieter Gottschalk (Förderpreis für Sanierung Kastenamt), Sabrina und Thomas Bachleitner sowie Erwin Reidelbach (Weinwanderweg).

Für ihre sportlichen Erfolge gratulierte der Bürgermeister den Schützen Birgit Hagenauer, Yvonne Scholler (beide Gaumeister Luftpistole) und Herbert Ziegler (doppelter Gaumeister Kleinkaliber-Gewehr) sowie stellvertretend Ute und Dieter Rasp für ihren Sohn Christian Rasp (sportliche Bestleistungen als Anschieber im Bob-Weltmeisterteam von Johannes Lochner).

Der Dank von Bürgermeister Peter Kraus galt auch den Kirchengemeinden für das kooperative Miteinander mit der politischen Gemeinde.