Der neue Träger des Rödelseer Kindergartens soll das Bayerische Rote Kreuz werden. Das hat der Gemeinderat am Dienstag in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen. Die eigentlich in der öffentlichen Sitzung geplante Entscheidung wurde auf Antrag von Bürgermeister Burkhard Klein dann einstimmig in den nicht öffentlichen Teil verlegt. Als Begründung nannte Klein, dass noch aktuelle Dinge, die für die Beurteilung notwendig gewesen seien, zu behandeln gewesen seien. Klein wünscht sich nun einen guten Übergang.

Die Entscheidung habe der Gemeinderat mit großer Mehrheit dann in nichtöffentlicher Sitzung getroffen, sagte Bürgermeister Burkhard Klein auf Nachfrage der Redaktion. Diese sei vor allen Dingen auch mit der vorgestellten neuen Konzeption verbunden, die nicht nur im Gemeinderat Anklang gefunden habe.

Dem Gemeinderat sei es wichtig, dass die christlichen Werte weiterhin in der Einrichtung gelebt werden können. Dies finde einen besonderen Platz in einer entsprechenden Vereinbarung. Der Gemeinderat habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, weil auch die Diakonie und die AWO sehr gute Betriebsträgereigenschaften hätten, versicherte Klein.

Trägerverein wird Förderverein

Bisher wurde der ökumenische Kindergarten von einem Trägerverein geführt. Nach dem Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden aus persönlichen Gründen sowie den folgenden Rücktritt der stellvertretenden Vorsitzenden hatte, wie berichtet, Bürgermeister Burkhard Klein die Geschäftsführung durch den Vorstand des Vereins übertragen bekommen. Im günstigsten Fall könnte der 1. Januar 2021 das Übergangsdatum sein.

Bis dahin gibt es laut Klein noch viel zu tun. Es gehe um die Umwandlung des Trägervereins in einen Förderverein, um die Personalkostenrückstellungen, um das Vereinsvermögen und um die Satzungsänderung. Es seien die Zustimmung des Caritas-Verbandes, des Diakonischen Werks und der Evangelischen Landeskirche notwendig. Zugesichert worden sei, dass das Personal in seinem jetzigen Status übernommen werde, ebenso das bestehende offene Konzept.

Beschlossen hat der Gemeinderat auch die Schaffung eines neuen Gremiums. Um die Mitgestaltung des Elternbeirats, des Personals, des künftigen Fördervereins, der beiden Kirchengemeinden und der politischen Gemeinde zu ermöglichen, soll auf Wunsch aller Beteiligten und gemäß Vorschlag von Bürgermeister Klein ein Beirat oder Aufsichtsrat begründet werden. Dort hinein werden jeweils zwei Personen der beteiligten Gruppierungen entsandt.

Für den 2. Dezember ist eine Mitgliederversammlung des bisherigen Trägervereins um 19.30 Uhr im großen Saal des Löwenhofes vorgesehen.