Der vom Markt Schwarzach gewünschte Kreisel an der nördlichen Anschlussstelle (AS) der A 3 Kitzingen/Schwarzach wird nicht gebaut. Die Autobahndirektion Nordbayern erteilte in ihrem jüngsten Schreiben der Gemeinde erneut eine Absage, im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn A 3 und des Neubaus der Gemeindeverbindungsstraße Hörblach/Mainsondheim einen Kreisverkehr zu errichten.

Entgegen den bisherigen Planungen wird künftig nicht nur an der nördlichen, sondern auch an der südlichen AS der A 3 eine Ampel installiert. Bürgermeister Volker Schmitt informierte in der Ratssitzung am Dienstag über die Änderungen. Auf der Staatsstraße 2271 schalten also künftig vor und nach der Autobahn bei Hörblach die Ampeln auf Rot, Gelb und Grün. Die Entscheidung der Autobahndirektion, zwei Ampeln zu errichten, basiert auf einer Anregung der Unfallkommission des Landkreises Kitzingen. Diese sieht eine „Erhöhung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs“ durch Ampelregelung. Durch die Koordination beider Ampeln könne bei Bedarf verkehrssteuernd in die Verkehrsabläufe eingegriffen werden, so die Begründung der Autobahndirektion. Hierdurch werde eine „leistungsfähige und sichere Abwicklung der gesamten Anschlussstelle einschließlich der Vermeidung von Rückstaus auf die Autobahn gewährleistet“.

Das Schwarzacher Ratsgremium will sich derweil noch nicht geschlagen geben und hielt in seinem einstimmig gefassten Beschluss an seiner früheren Forderung nach einem Kreisverkehr an der nördlichen AS der A 3 fest. Gleichzeitig sprach sich der Gemeinderat gegen die zweite Ampel aus. Begrüßt wurde die Entscheidung der Autobahndirektion, dass die Brücke über die A 3 im Zuge der Kreisstraße 12 (Hörblach-Großlangheim) in gleicher Lage wie der Bestand errichtet wird. Die Bagger für den sechsspurigen Ausbau der 75 Kilometer langen A 3-Teilstrecke zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen rollen 2019 an. Bei Geiselwind erfolgt der Ausbau bereits in den Jahren 2016 und 2017 (Abschnitt bis Fuchsberg). Die Bauzeit für die Gesamtmaßnahme wird mit vier Jahren angegeben. Die Staatsstraße 2271 wird zwischen der AS Kitzingen/Schwarzach und der B 22 zum 1. Januar des kommenden Jahres zur Bundesstraße umgestuft.

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