Herausforderer Roland Hoh (CSU) hat die Bürgermeisterwahl in Biebelried überraschend gewonnen. Er beerbt damit die bisherige Rathauschefin Renate Zirndt von der Allgemeinen Bürgerliste (ABL). Hoh von der Liste CSU/Freie Bürger erhielt 396 Stimmen beziehungsweise 53,6 Prozent.

Während der Stimmauszählung ab 18 Uhr schaute Zirndt auf ihrer Wahlparty im Kaltensondheimer Feuerwehrhaus immer wieder angespannt auf ihr Smartphone. Als das Teilergebnis aus dem Ortsteil Biebelried eintrifft, hört man die Enttäuschung der etwa 30 anwesenden Unterstützer. „Aber das war zu erwarten“, heißt es in der Runde.

Dafür hat Zirndt in Kaltensondheim die Nase deutlich vorn. Eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale kommen die Zahlen der Briefwähler rein. Hoh schneidet hier besser ab, womit das Ergebnis feststeht.

Die enttäuschte Ex-Bürgermeisterin bedankt sich bei ihren Unterstützern und erkennt die Niederlage sofort an: „Der Bürger hat entschieden.“ Wenig später gratuliert sie dem frisch gewählten Bürgermeister zu seinem Sieg.

Hoh hatte das Ergebnis zu Hause bei seiner Familie abgewartet. Als er ins Biebelrieder Sportheim kommt, wird er jubelnd von etwa 60 Unterstützern empfangen. Zu dem Lied „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen lässt sich der neue Bürgermeister feiern und viele Umarmungen über sich ergehen.

Das neue Ortsoberhaupt will in seiner Amtszeit vor allem die Zusammenarbeit der drei Ortsteile verbessern und Rivalitäten ausräumen. „Der Gemeinderat soll wieder eine Einheit bilden.“ Dieser ist nun in Hand von CSU/Freien Bürgern, die sieben Sitze holen konnten. Ob die ABL mit fünf Räten nun eher eine Opposition bildet oder ob es einvernehmliche Lösungen gibt, wird die Zukunft zeigen.

  • Lesen Sie dazu auch den Standpunkt von Torsten Schleicher.