Die Wasserleitung in Martinsheim soll zu einem Ring ausgebaut werden. Dies soll gemeinsam mit den Baugebieten in Martinsheim und Enheim ausgeschrieben werden, entschied der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend im alten Schulhaus in Gnötzheim.

Zuvor war erläutert worden, dass es derzeit nur eine Zuleitung vom Übergabeschacht der Fernwasserversorgung Franken gibt. Bei einer Hydrantenmessung im Januar diesen Jahres war festgestellt worden, dass derzeit an keiner der Messstellen die erforderliche Löschwassermenge entnommen werden kann. Dies betrifft unter anderem auch Grundschule und Kindergarten. Entsprechend besteht auch ohne das geplante Baugebiet bereits jetzt Handlungsbedarf.

Rund 250 000 Euro schätzt das Ingenieurbüro Horn als Kosten für den Bau der zusätzlichen Leitung. Diese wird laut Beschluss etwa 850 Meter lang sein und vom Übergabeschacht am Friedhof vorbei zur Kreisstraße KT20 und dann parallel zu dieser bis zur Georg-Nagler-Straße verlaufen. Die Ausschreibung soll noch in diesem Monat erfolgen, versicherte Ingenieur Horn. Für das Baugebiet in Gnötzheim soll in der nächsten Woche die Auslegung beginnen, informierte Bürgermeister Rainer Ott.

Ob das Schwimmbad in Gnötzheim in diesem Jahr geöffnet wird oder nicht, soll Ende der Woche in einem Gespräch mit Vertretern der Wasserwacht geklärt werden. Entscheidend ist nicht nur, ob die Einhaltung der Corona-Bedingten Auflagen gewährleistet werden kann, sondern auch, wann die geplante Sanierung des Daches durchgeführt wird. Diese könnte die Saison vorzeitig beenden und muss wegen Zuschüssen vor Ende September abgeschlossen sein.

Der Errichtung eines Anbaus und einer Gaube an einem bestehenden Anwesens in der Schreinergasse in Martinsheim wurde genehmigt. Dies war ebenso schon als Voranfrage im Rat gewesen wie der Neubau eines Zweifamilienhauses in der Georg-Nagler-Straße. Auch hier wurde die Zustimmung erteilt.

Für das Rechnungsjahr 2018 wurde die Jahresrechnung festgestellt und Entlastung erteilt. Diese beläuft sich auf 1 928 087,11 Euro im Verwaltungshaushalt und 1 648 616,95 Euro im Vermögenshaushalt, was einem Gesamthaushalt von 3 573 704,06 Euro entspricht. Auch das Ergebnis der örtlichen Rechnungsprüfung für 2018 wurde ohne Einwände zur Kenntnis genommen.

Der für das Jahr 2019 erzielte Überschuss beim Generationenbus wird als Zuschuss an den Generationenbusverein ausbezahlt, entschied der Gemeinderat.