Mit dem 17. unterfränkische Volksmusiktag am Wochenende in der Kirchenburg Mönchsondheim kehrten die alten Zeiten zurück. Das Programm mit musikalischen Darbietungen aller Art ließ die Beschränkungen durch Corona  der vergangenen Jahre vergessen.

Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel sprach bei der Eröffnung auf dem Tanzboden am Dorfplatz von einer besonderen Freude, denn Volksmusik sei immer etwas besonderes mit sehr hohem Anspruch, verbunden mit dem fränkischen Dialekt. Bei Volksmusik komme es immer auf den richtigen Ton und den passenden Takt für einen erlebnisreichen Volksmusiktag.

Der Ruhestand von Reinhard Hüßner bedeute eine Zäsur, denn er leitete das Kirchenburgmuseum seit 1993 als Geschäftsführer, aber als vielbegabtes Multitalent habe er mit Leib und Seele Maßstäbe gesetzt, so Dotzel. Für Landrätin Tamara Bischof ist Hüßner nun auch im Bezirksruhestand angekommen. 

Bürgermeister Dieter Lenzer würdigte den Einsatz Hüßners, der fruchtbaren Boden geschaffen und viel erreicht habe. Er kündigte an, dass das von Hüßner mit initiierte pädagogische Zentrum im Frühjahr 2023 in Betrieb gehen werde.

Reinhard Hüßner dankte für die aus seiner Sicht gut gemeinten, aber "übertriebenen Worte" zu seiner Person und forderte vielmehr zum Mitmachen auf. Dazu hatten die Gäste reichlich Gelegenheit. Auf dem Tanzboden forderte Moderator Georg Pfeiffer immer wieder dazu auf, das Tanzbein zu schwingen. Die fränkische Musik Kolitzheim und die Altfränkischen Musikanten Billingshausen animierten mit Tanzgruppen zum Mitmachen.

Großen Zuspruch gab es beim Mitsingangebot im Kräutergarten und in der Dorfkirche. An der Kegelbahn bot Dietmar Kleng mit fränkischen Liedern Mitsingen an, unterstützt von der Winzersinggruppe Iphofen. Die Sitzbänke zeigten sich stets gut besetzt.

Eher geistliche Volkslieder regten im Gotteshaus zum Singen mit den Sameds an. Die Begeisterung dafür reichte um erfolgreich einen Kanon aus dem Stegreif zu probieren.

Neben dem Veeh-Klang aus Ochsenfurt luden Wolfgang Schneider und Reinhard Hüßner zum Kärwa-Stammtisch ins Rathaus ein, im Kleinbauernhof Hahn las Karin Böhm ihre beliebten Gschichtli und Gedichtli, begleitet mit Musik von Steffi Zachmeier und Co.

Kinder durften in einer Mitmachaktion in der Dorfschmiede Wolf Musikinstrumente basteln.

Infostände der Forschungsstelle Fränkische Volksmusik, des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, der ArGe Fränkische Volksmusik, des Referats Kulturarbeit und Heimatpflege des Bezirks sowie des Unterfränkischen Dialektinstituts rundeten die Volksmusiktage ab.